10. August 2017

Was eine Bloggerin auch mal glücklich macht

Man kann nie vorhersagen, welcher Post gut ankommt. Dieser aber ist durch die Decke gegangen. Jedenfalls für meine Verhältnisse. 

Am 12. Juli habe ich über die "Uneingeschränkte Macht auf der Straße" geschrieben. Kein einfaches Thema. Zumal ich mich auf eine US-Doktorarbeit und einen englischen Artikel bezogen habe, auf den mich Blogleser Carsten aufmerksam gemacht hat. Das Thema hat jedoch offenbar den Nerv von zehntausenden Radfahrenden getroffen. Er hat ihre Gefühle im Straßenverkehr gespiegelt und eine soziologische Erklärung dafür geliefert, warum viele Autofahrer sich Radlern gegenüber so respektlos bis hasserfüllt benehmen. Eine Erklärung haben, tut gut, auch wenn sie ein wenig deprimierend ist.

Mein bisher meist aufgesuchter Artikel war der über die "2-Meter-Regel", aber nur weil TV-Zuschauer in einer Werbepause die Antwort auf die Halbe-Millionenfrage bei "Wer wird Millionär" recherchierten (4.600 Zugriffe). Der eigentlich erfolgreichste Post war bis dahin "Radfahren macht Kinder besser in Mathe" mit 1.800 Zugriffen. Aber auf einmal ist alles anders geworden.

Über 79.000 Menschen haben sich jetzt bis Dienstagabend (8. August) auf meiner Seite getummelt. Der Artikel selbst wurde gut 34.000 Mal aufgesucht. Ob er auch ganz gelesen wurde, sei mal dahingestellt.

Als der Artikel erschien, stand die Seite bei bei gut 28.000 Zugriffen innerhalb von 30 Tagen. Und dann begannen sie zu steigen. Rasant und immer weiter. Und ich staunte nur noch. In vier Tragen übersprangen die Zugriffszahlen die magische 60.000. Wo die Zugriffe herkamen, kann ich nur schwer sagen, die meisten über Facebook, doch hat der Artikel dort keine sonderliche Viralität entwickelt. Er ist kaum geteilt, wenn auch viel kommentiert worden.

Ein paar Foren habe ich entdeckt, in denen er diskutiert wurde, darunter die triatholn-szene und das Velomobilforum, wo der Poster angeibt, den Link von autofrei.de bekommen zu haben, die ihn aber nicht auf ihre FB-Seite geteilt haben. Auf Twitter ist er auch sehr ordentlich retweetet und geliked worden.

In den kommenden Tagen wird die Zahl der Zugriffe innerhalb von 30 Tagen, die ihr in der linken Spalte sehen könnt, nun rasch zurückgehen, weil die Tage der hohen Zugriffsraten aus der Zählung der zurückliegenden 30 Tage ja verschwinden, denn die Zeit vergeht. Das wollte ich nur schnell anmerken, weil so ein kleiner Blogger-Erfolg die Bloggerin halt auch einfach nur freut.

Vielen Dank an dieser Stelle für euer reges Interesse, für die vielen Kommentare, für eure Begeisterung und Kritik. Was ist ein Blog ohne seine Leser/innen und Leser? Nichts.



Kommentare:

  1. Ich habe die Zahlen auch verfolgt und war ziemlich sicher, dass dieser Post der Grund dafür war. Du darfst dich zu Recht darüber freuen, denn das sollten noch viel mehr Leute lesen - vor allem in Entscheidungspositionen. Ich gehöre auch zu den 34000, die angeklickt haben und ich habe ihn auch gelesen.
    Danke auch an deinen Tippgeber!

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  2. Und vielen Dank auch für die immer wieder tollen Artikel! Ich lese sie mit großem Interesse und häufig auch mit heftigem Kopfnicken – so ganz besonders bei besagtem Artikel, in dem leider viel Wahres steht.

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