27. Februar 2015

Der Doppeldecker-Radweg

Es tut sich was. Vom Rotebühlplatz aus kann man jetzt - mit einigen Hindernissen natürlich, die aber wohl noch verschwinden - auf der Fritz-Elsas-Straße fast bis zum Berliner Platz auf einer Radspur radeln. 

Aber eines ist komisch. Warum hat er zwei blaue Radweg-Verpflichtungs-Schilder? Anfangs dachte ich, man habe nur vergessen, das provisorische Schild wegzunehmen. Aber wie die Fotos zeigen, steht an jeder Querstraße ein doppeltes Schild, an der letzten sogar an einem einzigen Masten übereinander geschraubt.
Mögliche Gründe:

26. Februar 2015

Sonntagsdemokratie - mein Kommentar zur Hofener Straße

Die Hofener Straße wird nur sonntags für den Autoverkehr gesperrt, und das auch nur im Sommer. 

Dass die CDU und die Freien Wähler im Gemeinderat die Sperrung am Samstagnachmittag ablehnen, verwundert nicht. Aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen verhalten sich diese Parteien oft so, als seien Fußgänger und Radfahrer Feinde, deren Bewegungsfreiheit es zu beschränken gilt.

Mehr wundert es mich da schon, dass die SPD und der Stae dtist gegen die volle Wochenendruhe für Spaziergänger und Radfahrer in der Hofener Straße gestimmt haben.

25. Februar 2015

Regeln für Radfahrer - der ewige Sonderfall

Die Verkehrsregeln für Radfahrer sind komplizierter als die für Autofahrer oder Fußgänger.

Ja, es gilt § 1 der Straßenverkehrsordung: Vor- und Rücksicht walten lassen und niemanden gefährden. Alles andere ist kompliziert. Und wir haben es nie in der Fahrschule gelernt oder vergessen, weil wir ja Autofahren lernen wollten.

Stiftung Warentest widmet den Radfahrregeln einen extra Beitrag. Unter "Richtersprüche" kommt die bemerkenswerte Behauptung, Radler könnten die Polizei rufen, damit die auf dem Radweg parkende Autos abschleppen lässt, denn sie gefährden den Radler. Hat das schon mal jemand probiert oder gar geschafft?

23. Februar 2015

Falsch parken ist zu billg

Stuttgarts Autofahrer haben entdeckt, dass in Stuttgart jede Fläche, wo kein Autoverkehr rollt, Parkplatz ist. Und dieser Parkplatz ist besonders günstig, wenn das Parken dort verboten ist.

Dazu gehören Radwege, Gehwege, Halte- und Parkverbote, Wendeflächen ... Hier in der Lautenschlagerstraße parkt der Lamborghini hinter den Pfosten auf dem Fußweg. Er ist neben den Tischen und Stühlen eines Cafés reingefahren. Und das Auto am Straßenrand steht im Halteverhot.

21. Februar 2015

Stuttgart auf dem Weg zur Fahrradstadt

Wir haben es alle in den Medien gehört. Im jüngsten ADFC-Test der Fahrradfreundlichkeit einer Stadt stehen in Baden-Württemberg Karlsruhe und Freiburg ganz oben. 

Stuttgart liegt bei den Städten über 200.000 Einwohner im unteren Drittel auf Platz 28. In Freiburg hat eine jahrzehntelange Fahrradförderung den Anteil des Fahrrads an innerstädtischen Wegen auf knapp 30 Prozent getrieben. Karlsruhe möchte da noch besser werden. Es wirbt mit dem Slogan "Kopf an: Motor aus" fürs Radfahren und spricht davon, dass derzeit schon 25 Prozent der Strecken mit dem Rad zurückgelegt werden. In Stuttgart haben wir die 10 Prozent noch nicht erreicht.

Stuttgart kann aber auch punkten gegenüber den klassischen Fahrradstädten. Zufrieden sind die befragten damit,

  • dass hier weniger Fahrräder gestohlen werden,  

19. Februar 2015

Der unsichtbare Radfahrer

Der Radfahrer in der Presse: gerne übersehen, oft touchiert, ohne Helm längst tot und gegen Verkehrsregeln verstoßend, die niemand korrekt erklären kann.

So beginnt der Blog Presserad, der sich mit der Darstellung von Radunfällen in Polizeianzeigen und Presseberichten beschäftigt. In der Tat neigen Polizei und Journalismus dazu, Radlern eine Mitschuld an Unfällen zu geben, an denen sie keinerlei Schuld haben. Gern wird erwähnt, ob sie dunkel gekleidet waren, und der Verdacht aufgebracht, sie seien womöglich ohne Licht unterwegs gewesen.

Radfahrer werden in Polizeiberichten und Pressemeldungen außerdem fast immer "übersehen".

17. Februar 2015

Ein Faschings-Schilder-Scherz

Blogleser Sebastian ist ein Schilderscherz der ganz besonderen Art aufgefallen. 

In der Tübinger Straße vom Gerber bis vor zum Rotebühlplatz  ist das Parken verboten.  Wir alle wissen, dass Autofahrer hier ihre Autos gern nicht nur mal kurz abstellen, sondern parken.

Heute wird dort der Faschingsumzug durchkommen. Würden Autofahrer hier nur halten, wäre das kein Problem, denn sie würden binnen drei Minuten wegfahren, die Ränder wären also in wenigen Minuten vor Beginn des Umzugs geräumt. Aber wir wissen ja, dass die hier nicht halten, sondern parken. Stundenlang.

Deshalb hat die Stadt nun das Parkverbot mit einem Halteverbot bekräftigt.  Sehr lustig. Verboten ist verboten, aber heute verbotener.

15. Februar 2015

Eine wirklich gute Idee kommt unter die Räder - Hofener Straße

Wir mögen Autos nicht, wenn sie vor unseren Fenstern vorbeifahren, aber wir mögen sie sehr, wenn wir selber drinsitzen und bei anderen vor den Wohnzimmerfenstern vorbeifahren. 

Radfahrer mögen wir aber auch nicht, denn sie behindern den Autoverkehr oder sie stressen uns als Fußgänger. In Stuttgart drängt der Autoverkehr die Radler auf die Gehwege ab. Dort stören sie die Fußgänger. Will man das ändern, kommt sofort der Verdacht auf, die Stadt plane eine Maßnahme, die den Radverkehr unterstützt. Und schon ist das Geschrei groß. Dann sind wir wieder Autofanatiker ... aber gefälligst nicht durch die Straße, in der wir wohnen!

Das ist die paradoxe Situation mit der Sperrung der Hofener Straße samstagnachmittags und sonntags im Sommer.

13. Februar 2015

Bald wird gebaut - die neue Downhill-Strecke

Vor ein paar Tagen war Besichtigung. Bürgerinnen und Bürger und Vertreter/innen der Bezirksbeiräte Süd und Degerloch sammelten sich an der Karl-Kloß.Straße gegenüber der Ein- und Ausfahrt des Tunnels um die Strecke zu besichtigen. 

Noch ist nichts gebaut, aber sobald das Wetter besser wird, geht es los. Für die Politiker war es wichtig sicherzustellen, dass die Downhiller nicht durchs Wohngebiet am Eiernest abfahren.

11. Februar 2015

Sicher durch den Kreisverkehr

Kreisverkehre nehmen zu. Und auch die Radlerunfälle auf Kreisverkehren. Seltsamerweise sind sie für Radfahrer ziemlich gefährlich. 

Kürzlich wäre ich selber fast auf dem Kreisverkehr Kernerplatz umgefahren worden.
Mein Fehler: Ich bin nicht mittig, sondern am Rand gefahren. Das ist lebensgefährlich.

In der Schweiz dürfen und müssen Radler schon seit den 90er Jahren in der Mitte fahren. Und schon 2010 hofften die Schweizer Radverbände, dass dies ein europäischer Exportschlager wird. Wurde es nicht. Hier ein sehr aufschlussreiches Video, das die Gefahren und die überlebenswichtige Gegenstrategie gut darstellt.

9. Februar 2015

Rad-Rat ist nicht teuer

Der ADFC und die deutsche Anwaltshotline haben einen kurzen Fahrradratgeber herausgebracht.

Der Radratgeber beantwortet Fragen nach der juristisch richtigen Beleuchtung oder ob man seinen Versicherungsschutz verliert, wenn man bei einem Unfall keinen Helm aufhatte. Und er enthält einen aktuellen Bußgeldkatalog.

Schnell gelesen und verinnerlicht und hier geht es zum Flyer.

Wer noch ein paar mehr, wenn auch nicht juristisch autorisierte Fragen beantwortet haben will, kann sich meine 13 Irrtümer zu Gemüte führen.  Und hier noch eine Ergänzung:

8. Februar 2015

Jetzt dürfen alle Bürger mitreden ... Hofener Straße

Am Montag, den 9. Februar, findet für Hofen und Mühlhausen die Bürgerversammlung statt, in der es um die Sperrung der Hofener Straße für Autos an Sommerwochenenden geht. 

Und zwar im Katholischen Gemeindehaus, Oeffinger Str. Hofen, 1930 Uhr. 

Am Dienstag gibt es eine Versammlung in Münster im Bürgersaal des Kultur und Sportzentrums um 18 Uhr. 

Wie berichtet, ist der Bezirksbeirat von Mühlhausen dagegen, wenn auch knapp. Der von Münster ist auch dagegen. Sowohl Münster als auch Mühlhausen haben ihren Bezirken versprochen zu dem Projekt so etwas zu veranstalten wie eine Bürgerbeteiligung. Wollen wir hoffen, dass nicht nur Leute dorthin gehen, die gegen eine Sperrung sind, sondern auch Bürgerinnen und Bürger von Stuttgart, die Samstagnachmittag und Sonntags gern mal von Autos ungestört am Neckar spazieren gehen und radeln wollen.  Auch ihr Radlerinnen und Radler seid Bürger/innen, die sich auf diesen Versammlungen äußern dürfen. 


5. Februar 2015

Liebe SPD im Gemeinderat,

 Es radeln mehr auf dem Gehweg als auf der Fahrbahn.
Ein Wochentag 
Sie möchten der Sperrung der Hofener Straße an Sommer-Wochenenden im Gemeinderat nicht zustimmen, lese ich in der Stuttgarter Zeitung. 

Sie bevorzugen den Kompromiss zum Kompromissvorschlag der Verwaltung, dass die Hofener Straße nur sonntags für Autos gesperrt wird.

Ich lese im Bericht der Stuttgarter Zeitung, dass - nicht bei Ihnen, aber bei anderen - Begriffe gefallen seien wie "Radlerwahnsinn". Aber es geht bei der Hofener Straße nicht um Radfahrer. Es geht um die Fußgänger. 

Liebe Blechpiloten

Ich weiß, Radfahrer stören. Ihnen sind diejenigen am liebsten, die sich wie Fußgänger verhalten. Denn Sie haben die Radler nicht gern auf Ihrer Fahrbahn. Vor allem, wenn Sie nicht vorbeikommen.

Sie ärgern sich, wenn ein Radler an einer roten Ampel rechts an der Autoschlange auch an Ihnen vorbeifährt, um von der Haltelinie zu starten zu können, weil Sie ihn dann wieder vor sich haben.

Und Sie fahren ganz rechts an den Bordstein, damit das nicht passiert. Sie finden es aber auch nicht in Ordnung, wenn der Radler dann über den Fußweg ausweicht und sich oben an der Haltelinie wieder auf der Fahrbahn aufstellt. Radler sollen sich gefälligst an die Regeln halten und immer hinter Ihnen bleiben.

3. Februar 2015

Das Holz-Pedelec

Das Wood-E-Bike wiegt 24 kg, hat die übliche Reichweite von 100 km (wenn es günstig läuft) und soll zwischen drei und viertausend Euro kosten. 

Entwickelt wurde es von einer Arbeitsgruppe des Fachbereichs Holztechnik von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE). 


1. Februar 2015

Bei Dunkelheit durch den Schlossgarten

Das ist gefährlich. Denn Fußgänger haben keine Beleuchtung, und so mancher Radler auch nicht. Es handelt sich um einen gemischten Rad- und Gehweg.

Freitagabend sind kurz vor 19 Uhr im Schlossgarten auf Höhe der Jugendverkerhsschule zwei Radler zusammengeknallt, und zwar frontal. Beide - ein Mann und eine Frau - verletzten sich schwer und mussten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Warum sie zusammenstießen, kann die Polizei noch nicht sagen. Der Mann fuhr ein Pedelec.