29. Oktober 2014

Der Fahrradlift von Trondheim

Trondheim liegt in Norwegen und hat 1993 den ersten Fahrradlift der Welt gebaut. Er führt 130 Meter eine teils 20 Prozent steile Straße hinauf. Im vergangenen Jahr wurde das System noch mal erneuert. 

Das ganze funktioniert so: ein umlaufendes Zugseil transportiert unterhalb der Fahrbahn  kleine Aufstellflächen für den rechten Fuß nach unten. Dort stellt man den Fuß  auf die Platte und wird dann mit rund 7 km/h hochgezogen. Alles nicht so einfach, weil man den Lenker gerade halten muss und das rechte Bein dann doch ziemlich beansprucht wird.

Sobald man den Fußg vom Trittbrett nimmt, verschwindet es in der Erde.

27. Oktober 2014

Radfahrer müssen draußen bleiben

Das neue Einkaufszentrum im Europaviertel, das Milaneo, hat zwar reihenweise Fahrradständer aufgestellt, aber man kommt mit dem Rad nicht hin.

Es sei denn man schiebt das Rad über gut hundert Meter. Radständer, zu denen man mit dem Rad nicht hinfahren kann, sind ein Witz. Und sie werden auch nicht genutzt.

Es scheint, als wolle das Milaneo (vielmehr die Stadt, die hier die Regelung getroffen hat) sich und der Welt beweisen, dass nur Autofahrer gute Einkäufer sind, Radfahrer aber nicht. Sie werden ja gleich erst einmal ausgesperrt.


25. Oktober 2014

Ganz oder gar nicht - schlecht geplante Radspur

Schlecht geplante Radspuren werden von Radfahrern ignoriert. Und von anderen, denen sie zu Pass kommen, benutzt. 

Aus der Filderstraße führt seit Kurzem eine Radspur über die Hauptstätter Straße zum Marienplatz. Das Problem: Aggressive rechtsabbiegende Autos (und Lastwagen) machen die Geradeausfahrt für Radfahrer zur Selbstmordaktion, es sei denn sie sind, so wie hier das Moped, die ersten. Alle nachfolgenden Radler laufen ernste Gefahr, von abbiegenden Autofahrern umgefahren zu werden.

Also wird diese Anlage anders genutzt, als von der Stadt vorgesehen.


23. Oktober 2014

Radfahren ist nicht gefährlicher als Autofahren

Und je mehr Radler/innen unterwegs sind, desto ungefährlicher ist das Radeln. Man nennt es Sicherheit durch Anzahl (Safety by Numbers). Denn je mehr Radler fahren, desto mehr achten Autofahrer auf sie.  Radfahrer werden zur Selbstverständlichkeit im Straßenverkehr. 
Die österreichische Seite Radland beschreibt für die Stadt Wien: Im Jahr 2002 betrug der Radverkehrsanteil 2 Prozent. Je 1 Million Rad-Kilometer verunglückten 5 Radler/innen. 
Sieben Jahre später, im Jahr 2009 war der Radverkehrsanteil auf 5, 5 Prozent gestiegen (das ist immer noch nicht viel), und es verunglückten nur noch 1,5 Radler/innen auf eine Million Rad-Kilometer. 

22. Oktober 2014

Eine Begegnung der dritten Art

Die hatten der Bezirksbeirat Süd und die anwesenden Bürgerinnen und Bürger, darunter etliche Radler, gestern in der Sitzung zum Thema Tübinger Straße. 

Es war ein Lehrstück in Politik. Und eine schöne Antwort auf die Frage: Warum geschieht eigentlich nichts?

Ich neige nicht dazu, auf die Verwaltung zu schimpfen. Die Leute in der Stadtverwaltung arbeiten auch hart. Aber ich konnte mir bisher nicht vorstellen, dass ein Chef der unteren Verkehrsbehörde (Verkehrsregelung und Management) völlig unvorbereitet zu einer Sitzung kommt und weder den Beschluss von Gemeinderat und Bezirksbeirat kennt, noch schlüssige Argumente vortragen kann, warum dieser Beschluss nicht umgesetzt werden soll.

21. Oktober 2014

Und wieder grüßt die Tübinger Straße

Heute im Bezirksbeirat Süd, 18:30 Uhr, Generationenhaus Heslach. 

Eingeladen ist ein Vertreter des Ordnungsamts, um dem Bezirksbeirat Süd zu erklären, warum die Tübinger Straße noch nicht Fahrradstraße werden kann und die komische Radlerschleuse vorerst beibehalten werden muss.

Und das, obgleich sowohl Gemeinderat als auch Bezirksberiat Süd beschlossen haben, dass mit der Eröffnung des Gerber die Tübinger Straße Fahrradstraße wird und an der Feinstraße für den Durchgangs- und Schleichverkehr gesperrt wird. Und zwar richtig, nicht mit dieser Schleuse, die ständig von Autofahrern missachtet wird.

Am vergangene Mittwoch haben sich viele Radler die Strecke angeschaut und sind sie abgefahren. Und ich habe schon mal vorab über die beiden Pläne informiert, den Beschluss von Gemeinderat und Bezirksbeirat und das Konzept des Ordnungsamts.

Die Sitzungen des Bezirksbeirats sind immer öffentlich. Sie finden im Generationenhaus in Heslach statt, und zwar im Saal im zweiten Stock. Beginn 18:30 Uhr.

19. Oktober 2014

Hinüber gut, zurück eine böse Überaschung - Querung Paulinenstraße

Rund ums Einkaufszentrum Gerber wird alles neu gebahnt. So ist am Ausgang der Marienstraße Richtung Stuttgart West eine gut durchdachte Radlerquerung über die Paulinenstraße entstanden. 

Da es hier keinen Fußgängerüberweg gibt, entstehen auch keine Irritationen durch parallel anders geschaltete Fußgängerampeln. Sehr schön.

Man radelt allerdings zunächst gegen die Einbahn die Marienstraße entlang, was den Autofahrern nicht ganz klar ist.

17. Oktober 2014

Lebensgefährliche Rad- und Fußgängerampel

Diese Ampel steht am Marienplatz. Die Furt verbindet den neuen Rewe mit dem Marienplatz. Radfahrer werden mit den städtischen Wegweisen ausgerechnet zu dieser Ampel gewiesen. 

Sie sollen hier gemischt mit Fußgängern die Hauptstätter Straße überqueren, obgleich die Furt sehr schmal und der Zugang vom Marienplatz her eng, winklig und unpraktikabel ist.

Sie gehört für Fußgänger und Radler zu den gefährlichsten Ampeln Stuttgarts. Hier wurde vor eineigen Tagen ein Kind angefahren und schwer verletzt. Der 10-jährige Junge hat an dieser Ampel gewartet.

16. Oktober 2014

Radler testen Tübinger Straße

Gestern Abend habe ich auf dem Marienplatz über das Verkehrskonzept für die Tübinger Straße informiert: Was der Gemeinderat beschlossen hat, was der Bezirksbeirat Süd wollte, und was die Stadt nicht will. 

Anschließend haben sich etliche Radler auf den Weg gemacht, um die Situation an der Radlerschleuse zu erkunden. Wie funktioniert die eigentlich?

Sie kamen teils echt erschrocken zurück.

15. Oktober 2014

Tübinger Straße braucht Radfahrer/innen

Heute Abend ab 17:30 Uhr  - Die Tübinger Straße braucht uns Radfahrer.

Die Hauptroute 1 längs durch Stuttgart holpert im Zentrum immer noch ziemlich. Nachdem der Mischverkehrsweg Tübinger Straße endlich wieder mit dem Rad befahrbar ist, fällt auf, dass der Übergung über den Rotebühlplatz/Torstraße in die Fahrradstraße Eberhardstraße ungeklärt ist.

Radler müssen sich hier an der Ampel für Autofahrer aufstellen. Deren Rotphase ist aber so lang (über eine Minute), dass viele Radler das nicht mehr akzeptieren. Sie fahren seitlich über den Fußgängerüberweg. Eine Grundregel für Verkehrsplaner: Rad-Regelungen müssen so sein, dass die Radfahrer sie auch akzeptieren. Sonst suchen sie sich kreative Lösungen. (Was übrigens für den Autoverkehr auch gilt.) Radler brauchen hier eine Vorrangschaltung vor den Autos.

13. Oktober 2014

Da muss wohl jede Stadt durch

Kaum schafft sie Platz für Radrouten, wird dieser Platz von anderen erobert, von Autofahrern und von Fußgängern. Stuttgart befindet sich derzeit in dem Stadium der Verwunderung.  

Warum parken Autos auf Radwegen, warum betrachten Fußgänger die Hauptroute und die Fahrradstraße als Fußgängerzuone? Warum sehen Fußgänger nicht, dass sie auf einem Radweg spazieren? Und was kann man denn da jetzt machen?

Am Mittwoch bin ich zwischen 17:30 Und 18:30 Uhr am Marienplatz und stehe für Fragen und Antworten zur Verfügung.

11. Oktober 2014

Achtung - Da stürzen sie alle


Das berichtet mir ein Kollege. Er ist an einem Sonntag mit seinem Fahrrad gestürzt. An der Cottastraße, sagt er, ob ich das kenne. Da stürzen sie alle, sagt einer von der Brauerei. 

Ja, die Cottastraße kenne ich. Über diese kleine kurze Straße habe ich schon oft berichtet. Hauptsächlich, weil da fast immer Autos so auf der Radspur parken, die gegen die Einbahn hineinführt, dass man nicht vorbeikommt, weil da außerdem eine Verkehrsinsel ist.


10. Oktober 2014

Die Tübinger Straße braucht jetzt Radler

Mittwoch, 15. Oktober zwischen 17:30 und 18:30 Uhr stehe ich am Marienplatz am Springbrunen und erkläre allen, die zufällig oder gezielt vorbeikommen, was die Tübinger Straße braucht, damit sie Fahrradstraße wird. 

Jeder für sich kann dann die Strecke einmal abradeln oder auch zwei Mal oder drei Mal. 

Wie mehrfach berichtet, steht der Beschluss des Gemeinderats und des Bezirksbeirats Süd auf der Kippe, dass die Tübinger Straße demnächst Fahrradstraße und Sackgasse für Autofahrer wird. Das Amt für öffentliche Ordnung ist dagegen. Und zwar wegen einer Baustelle, die das Projekt um zwei Jahre verschieben soll.

Aber die Tübinger Straße ist jetzt schon Fahrradstraße, nur dass Radler eben noch keinen Vorrang haben. Der Auswärtsverkehr vom Gerber steht im Stau, weil gleichzeitig Autofahrer an der Schleuse aus Richtung Marienplatz kommend, ebenfalls über die Feinstraße abfahren sollen. Dazwischen werden die Radfahrer zermalmt. Das muss aufhören.

9. Oktober 2014

Endlich gefunden! - der Shop für radelnde Frauen

Velogold
Radfahren ist ursprünglich eine Männerwelt. Und in den Radlerläden gibt es alles fürs sportliche Fahren: Shirts, Radlerhosen, Regenjacken, Regenhosen, Rennradlerschuhe, Helme ...

Aber nichts, was speziell für Frauen gemacht wäre, die auf Rädern ohne Stange fahren, für Alltagsradlerinnen mit Rock zum Beispie, also Helme, die nicht nach Kampfradler und Fallschirmspringer aussehen; praktikable Regensachen, die man sich auf der Straße schnell anziehen kann, wenn der Regenschauer einen erwischt; irgendwas, was verhindert, dass der Rock zum Kinn hochflattert ...

8. Oktober 2014

Tübinger Straße zur Wiedervorlage in zwei Wochen

Politik ist schwierig. Der Bezirksbeirat Süd hat sich gestern Abend mit dem Thema Tübinger Straße beschäftigt. Sie hätte ja nach dem Willen von Gemeinderat und Bezirksbeirat mit der Eröffnung des Gerbers Einbahn- und Fahrradstraße werden sollen.

Warum sie es noch nicht ist, sollte dem Bezirksbeirat gestern Abend erläutert werden. Es konnte aber aus für den Bezirksvorsteher nachvollziehbaren Gründen aus der Verwaltung gestern Abend niemand kommen. Der neue Bezirksvorsteher, Raiko Grieb (SPD), hat statt dessen ein Schreiben der Verwaltung vorgelesen.


7. Oktober 2014

Sachstand Verkehrskonzept Tübinger Straße - Heute im Bezirksbeirat Süd

Wie geht es weiter mit der Tübinger Straße zwischen Marienplatz und Paulinenbrücke?

Das ist heute Abend Thema der öffentlichen Sitzung des Bezirksbeirats Süd im Generationenhaus in Heslach. Eigentlich hätte mit der Eröffnung des Gerber die Tübinger Straße Fahrradstraße werden sollen. So der Wunsch des Bezirksbeirats und der Beschluss des Gemeinderats.

Das verzögert sich, und es sieht so aus, als werde es ein anderes Konzept geben als vom Bezirksbeirat befürwortet. Wir sind gespannt, was uns heute Abend erläutert wird. Besonders interessiert mich, wie die Stadt verhindern will, dass Autofahrer an der Feinstraße illegal abbiegen.

Die Sitzung ist öffentlich. Alle die es auch interessiert sind eingeladen teilzunehmen.

18:30 Uhr
Rudolf-Schmid-Saal
Generationenhaus,
Gebrüder-Schmid-Weg 13


6. Oktober 2014

Pedelec statt Dienstwagen - E-Bikes leasen

Auf kurzen Strecken ist das Dienstfahrrad klar im Vorteil gegenüber einem Auto. Man steht nicht im Stau. 

Außerdem hat man  sich zwischen zwei Terminen mal bewegt. Dabei weiß man immer genau, wann man ankommt. Und man muss nie Parkplatz suchen. Das Fahrrad ist das pünktlichste Verkehrsmittel. 90 Prozent der Strecken, die wir in  Deutschland mit dem Auto zurücklegen, sind unter 7 km lang. Da ist ein Pedelec ideal, denn damit legt man auch mal Strecken zurück, die man mit dem Normalrad schon als grenzwertig lang empfindet.

3. Oktober 2014

Kleine und große Pedelecs

Pedelecs gibt es inzwischen in allen Formen, Ausführungen und Farben. Auch die Akkus sehen überall anders aus. Eine Vereinheitlichung hat es leider nicht gegeben. Es würde das Aufladen an öffentlichen Ladestationen erleichtern. 

Pedelecs sind schwer, auch als tragbare Klappräder, meistens knapp über 20 Kilogramm.  Auch davon gibt es inzwischen viele Varianten. Einfach mal bei Google die Stichworte "Pedelec" mit oder ohne "Klappräder" eingeben und gucken.

1. Oktober 2014

Nur zwei Minuten

Zwei Minuten nur bin ich stehen geblieben an der Tübinger Straße beim Gerber mit Blick auf die Autosperre und die Radlerschleuse an der Feinstraße und habe fotografiert, was da so gefahren ist. 

Hier sind die Regeln für Autofahrer unmissverständlich. Sie werden nicht nur durch Fahrbahmarkierungen, sondern auch durch Baken verdeutlicht.

  • Autofahrer, die aus der Tübinger Straße vom Marienplatz her kommen, müssen rechts in die Feinstraße abbiegen. Sie dürfen nicht geradeaus weiterfahren.
  • Autofahrer, die vom Gerber kommen, müssen nach links in Feinstraße abbiegen.
  • Und es herrscht rechts auf dem Radfahrstreifen, der als Radweg beschildert ist, ein absolutes Halteverbot. Das Schild steht etwa zwanzig Meter weiter vorn.

In diesen zwei Minuten sind drei Autos nicht nach rechts abgebogen, sondern haben die Baken umrundet. Ein Motorrad hat das auch gemacht. Und ein Moped ist durch die Radlerschleuse gefahren und zwar in Gegenrichtung zur Radfahrspur. Gleichzeitig sind ein halbes Dutzend Radfahrer zumeist um im Halteverbote abgestellten schwarzen Golf gekurvt und durch die Schleuse geradelt.