13. Mai 2016

Radfahrer, löst euch in Luft auf!

Wenn Radfahrer auf Autostraßen fahren, empfinden eingefleischte Autofahrer das als Demonstration. Wenn Radfahrer auf Gehwegen fahren, schimpfen Fußgänger darüber, dass Radler überall fahren und keine Rücksicht nehmen. 

Man ist aber auch gegen Radstreifen auf Fahrbahnen. Und  man will zugleich den Fußverkehr in der Stadt stärken und es Fußgängern bequemer machen. Und, schwupp, sind wir Radfahrende schon wieder außen vor. Man will uns nicht haben, weder auf Fahrbahnen, noch auf Gehwegen.

Radfahrende sind die Lästigen, die Bösen, die Ideologen, die Kampfradler, die Vogelfreien, die Gehassten, die Gejagten, die Verscheuchten, die Unerwünschten. Löst euch gefälligst in Luft auf! Existiert nicht!

11. Mai 2016

Ein Vierrad-Pedelec für Schneetreiben

Foto von ebike-news
Sieht aus wie ein Auto, ist aus Stoff, hat Pedale und ist ein Pedelec mit vier Rädern. Entwickelt wurde das Fahrradzelt in Schweden. 

So wird es von E-Bike-News vorgestellt. Gesteuert wird das Velomobil wie ein Liegegeld mit Hebeln und Bremsgriffen links und rechts vom Sitz. Es hat eine 14-Gang-Schaltung, die Batterie reicht 60 km weit, das Fahrzeug wiegt 70 kg. Es hat Licht, Blinker und eine beheizbare Frontscheibe. Ein Fahrzeug für Regen und Schneetreiben. 

9. Mai 2016

Schildermast oder Radparkplatz - es gibt noch viel zu tun

Vor allem in Wohngebieten fehlen Radbügel zum Abstellen der Räder. Wer ein Rad besitzt, muss es irgendwo anbinden oder in den Keller tragen. 

Schwierig auch, wenn die Häuser an Hängen liegen und man lange Treppen hat, um dort hin zu kommen.

Und so landen die teuren Räder an seltsamen Stellen. In Treppenhäusern, hinter Zäunen, an Sitzbänken und eben doch immer wieder auch an einem heiß umkämpften solitären Schildermast.




Vor allem teure Räder würde man gern etwas sicherer abstellen. Aber von mietbaren Containern nirgendwo eine Spur, zumindest nicht in Wohngebieten. Ich kenne Leute, die kaufen sich kein Pedelec, weil sie nur einen steilen Keller haben. Auf der Straße möchte man es nicht lassen. Räder leiden nämlich, wenn sie zu lange irgendwo draußen stehen. Sie büßen Teile ein oder verschwinden ganz.

Es wird Zeit, dass sich Menschen in Wohngebieten zusammentun und beispielsweise über die Bezirksbeiräte deutlich mehr Radabstellanlagen fordern, als derzeit vorhanden sind. Am besten überdacht und für Menschen mit teuren Rädern auch Container, die man mieten kann. Die Straßenränder sind gesäumt von geparkten Autos. Auf einen Autoparkplatz passen gut ein halbes Dutzend Fahrräder.

Auch viele Arbeitgeber tun gerade mal das Nötigste, aber nichts, um ihre Mitarbeiter/innen zum Radfahren zu ermuntern, etwa, indem sie in Tiefgaragen oder auf Firmenparkplätzen Platz für Radbügel freimachen. Räder landen dann auch hier an irgendwelchen Geländern oder draußen im Regen.











Das gilt auch für Kund/innen, die mit dem Fahrrad kommen. Sie haben ja keinen Zugang zu Firmen-Radparkplätzen. Diese Bügel hier sind sehr schön, werden aber, wie ich mal vermute, nicht sofort als Radabstellbügel erkannt.

Immer mehr Menschen kommen auch zu Abendveranstaltungen mit dem Fahrrad. Denn man hat kein Parkplatzproblem. Sollte man denken. Aber wohin jetzt mit dem Fahrrad. Man möchte es gerne so abschließen, dass es auch nicht weggetragen werden kann. Das ist vor allem bei leichten und teuren Rädern wichtig.

Auch Restaurants sorgen sich noch viel zu wenig um die Leute, die mit dem Fahrrad kommen. Die sammeln sich dann auf Gehwegen, was wiederum Fußgänger behindert. Aber eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Und dann gibt es ja auch noch die omnipräsenten Autos, die sich überall, aber auch wirklich überall das Recht herausnehmen abgestellt zu werden. So wie hier auch auf der Fläche an der Radabstellanlage, die freilich arg mickrig ist, ein echte Felgenkiller wieder mal.

Aber auch Mopeds und Motorräder werden gern zwischen Radbügeln abgestellt.

Überhaupt, diese Felgenkiller. Sie sollten eigentlich nicht mehr vorkommen. Ein Rad kann daran nur mit dem Vorderrad angeschlossen werden. Den teuren Rahmen kann man also immer noch klauen. Deshalb hat dieser Radler hier sein Fahrrad auch wieder am Masten angeschlossen.

Und wenn es gar nicht anders geht, dann muss eine Sitzbank als Anker für Kette und Schloss dienen.


Und hier haben wir sogar einen ordentlichen Radparkplatz, doch leider stehen die Autos so davor, dass man sich die Zufahrt erst suchen muss. So jedenfalls komme ich nicht rein.