29. Januar 2016

Radfahrer halten den Autoverkehr am Laufen

Räder brauchen weniger Platz, verbrauchen keine fossile Energie, produzieren weniger CO2 und keine Stickoxide, machen weniger Lärm, sind weniger gefährlich als Autos und halten ihre Fahrer/innen gesünder. Und sie helfen den Stau zu bekämpfen. 

Gerade in Stuttgart ist nicht die Frage, ob wir den Fahrradverkehr fördern sollen oder nicht, sondern, wie wir es hinkriegen, dass tatsächlich mehr Leute das Auto stehen lassen und mit dem Rad in die Stadt oder zur Arbeit fahren. Nur ein lebhafter Radverkehr kann den Stau entlasten. Deshalb sind Radfahrer nicht die Bösen, die die Autos für ein paar Minuten an einer Steilstrecke aufhalten, und die man darum unermüdlich bekämpfen muss.

Radler sind Verbündete aller Autofahrer/innen, die auf ihr Auto angewiesen sind und nicht im Stau stehen wollen.

27. Januar 2016

Wer kennt die Regeln für Radler?

Der SWR hat zehn Fragen zu den Verkehrsregeln für Radfahrer*innen gestellt. Den Test kann man hier machen

Die meisten haben 8 von 10 Fragen richtig beantwortet. Das ist ja schon mal gut. Aber so richtig sicher waren sich die Leute nicht. Nur 63 Prozent kannten den richtigen Sicherheitsabstand, den ein Auto vom Fahrrad beim Überholen einhalten muss. Und nur 56 Prozent wussten, unter welchen Bedingungen ein Radler den Zebrastreifen benutzen kann. Ob man beim Radeln mit dem Handy am Ohr telefonieren darf oder nicht, war auch nur 70 Prozent der Teilnehmer klar.

26. Januar 2016

ADFC fordert Winterdienst für Radrouten


Der ADFC fordert in einem offenen Brief an OB Kuhn, den Gemeinderat von Stuttgart und Landesverkehrsminister Hermann einen Winterdienst auf den Hauptradrouten. 

Die Woche des Feinstaubalarms in Stuttgart war zufällig auch die Woche, in der Schnee fiel und Nebenstraßen und Abschnitte der Hauptradroute 1 (und anderer Routen) an den Stellen tagelang vereist waren, die nicht Teil der Autofahrbahnen sind. Etwa die Radlerschleuse in der Tübinger Straße oder die steile Rampe an der König-Karls-Brücke in Cannstatt zum Wasen hinunter. Oder der Übergang der Möhringer Straße am Alten Feuerwehrhaus über den Gehweg bis weit in die Straße hinein. (Foto.)

Auch die Grünen im Gemeinderat haben einen Antrag gestellt, vor allem bei Feinstaubalarm die Radrouten zu räumen, weil sonst die Aufforderung der Stadt konterkariert wird, vom Auto auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Radfahrer entlasten schließlich auch den ÖPNV, der an solchen Tagen an seine Belastungsgrenze kommt.

Nachtrag: Die Bildzeitung hat das Thema (und mein Foto, das ich dem ADFC überlassen hatte) aufgegriffen und am 27.1. berichtet:

Hier der offene Brief des ADFC

25. Januar 2016

Das Kreuz mit den Radrouten-Planern

Stuttgarter Radroutenplaner zeigt falsche Strecke
Wenn der Auto-Navi nicht optimal leitet, ist das nicht so schlimm, man sitzt ja bequem und muss sich nicht anstrengen, auch wenn man einen kleinen Umweg fährt. Für Radfahrer/innen ist ein Routenplaner eine Strafe, der die Radstecken nicht kennt. 

Routenplaner scheitern in Stuttgart am Grundproblem unserer Radinfrastruktur: Es gibt nur wenige ausgewiesene Radwege, nur wenige Radspuren, weshalb sich Routenplaner für Radfahrer ihren Weg - halblegal und illegal - ebenso suchen müssen wie wir Radler. Es gilt abzuwägen zwischen Mordssteigung, gegen die Einbahnstraße oder mal einer Treppe auf dem Weg.

24. Januar 2016

Kein Geld für eisfreie Radrouten

Die Hauptradrouten werden in Stuttgart nicht geräumt, weil der Ausschuss für Umwelt und Technik (UTA) des Gemeinderats bisher Jahr für Jahr die zusätzlichen 75.000 Euro nicht genehmigt, die allein für die Radhauptroute 1 nötig wären. 

Die Grünen im Gemeinderat haben jetzt per Antrag gefordert, dass wenigstens bei Feinstaubalarm die wichtigsten Strecken dort von Eis und Schnee befreit werden, wo sie von der Autofahrbahn getrennt sind, etwa die Radlerschleuse an der Tübinger Straße oder die Rampe zum Wasen hinunter auf den Neckardamm. Die Stuttgarter Zeitung hat die Sprecherin des städtischen Betriebs Abfallwirtschaft dazu gefragt. Sie erklärte: "Wenn die Stadt möchte, dass mehr gemacht wird, dann muss die Stadt mehr Geld bereitstellen."