13. Juni 2015

Deutschlands erste Stoppschildparty

Fand gestern Abend am Stoppschild nur Radfahrer/innen auf der Hauptradroute 1 in der Tübinger Straße statt. Zum zweiten Mal haben wir das Stoppen geübt. 

Das muss man üben. Es hält sich ja sonst keiner dran. Dreißig Leute waren ständig anwesend, fünfzig waren wir insgesamt. Neugierige gab es auch. "Ich finde das Stoppschild nicht so problematisch", sagt ein Radler. "Ja, hältst du da auch wirklich an?", fragt einer von uns. "Nein." - "Müsstest du aber." - Echt? Nöö, nä?"

11. Juni 2015

Belohnen statt bestrafen

Wir brauchen Radfahrer/innen und wir wollen sie. Auch Autofahrer wollen mehr Radler, auch wenn ihnen das oft selbst nicht klar ist und sie den Radler hassen, hinter dem sie sich gerade befinden. (Nun gut nicht alle.) 

Denn jeder Radler ist ein Auto weniger im Stau, und noch dazu braucht er höchstens ein Fünftel des Platzes, den ein Auto auf der Straße braucht. Radfahrer kaufen mehr ein als Autofahrer und machen weniger Krach.

Wer Rad fährt, hilft der ganzen Stadt und seiner eigenen Gesundheit. Aber wir jagen und beschimpfen sie. Und wir drängen sie in die Illegalität, um uns dann darüber aufzuregen, dass Radler sich nicht an die Regeln halten.

Die Stadt hat auf der künftigen Fahrradstraße Tübingerstraße ein Stoppschild auf gestellt.  Das heißt, Radler in die Regelwidrigkeit manövrieren. Jetzt braucht man nur noch an einem Sonntag dort einen Polizisten aufzustellen, der bei jedem Radler abkassiert, der hier nicht zum Stillstand abbremst (Fuß auf den Boden), egal, ob gerade ein Auto vom Gerber in die Feinstraße abbiegen will oder nicht. Deshalb üben wir morgen, Freitagabend dort das Stoppen. Und sagen Nein zu einer Verkehrspolitik, die Radler stoppt, damit Autos nicht stoppen müssen.

10. Juni 2015

Happy Birthday

RiS ist zwei geworden. Vor zwei Jahren habe ich meinen ersten Post für RiS geschrieben.  

Anlass war die Frage, warum Radler so oft bei Rot weiterfahren. Was ich mir damals dazu gedacht habe, kann man hier noch mal lesen. Völlig anders würde ich es heute auch nicht schreiben. Auch wenn RiS inzwischen viel dazugelernt hat.

9. Juni 2015

Unplattbarer Reifen

 https://www.facebook.com/Trendwizzard?fref=photo 
Nachts um viertel nach zwölf, Rosensteinpark, die unbeleuchtete Stelle ... pffff. Plötzlich läufts unrund. Ein Platten.

Den kriegt man garantiert nur, wenn es regnet, wenn man es eilig hat oder wenn man schick angezogen ist. Es gibt ja bereits Radreifen die einer Reißzwecke standhalten sollen und für Glasscherben auf Radwegen gut brauchbar sind. 

Die Firma Tannus wirbt mit einem High Tech-Reifen aus leichtem Polymer, sozusagen Vollgummi. Für Rennräder leicht genug, scheint's. Ob sie stabil genug sind, weiß ich nicht. Aber vielleicht ist es doch für den einen oder die andere eine Alternative. Hier das Video, das zeigt, wie man die Reifen aufzieht. 

Soweit ich erkennen kann, gibt es diese Reifen (übrigens auch  in netten Quietschfarben) bislang nur in München bei TrendWizzard. Falls jemand damit Erfahrung hat, ich freue mich über eine Nachricht. 

7. Juni 2015

Dann üben wir also noch mal das Stoppen

Denn das Stoppschild für Radfahrer/innen in der Tübinger Straße, Ecke Feinstraße bleibt bis auf Weiteres stehen. Nichts hat geholfen, das zuständige Amt davon zu überzeugen, dass ein Stoppschild zum Schutz der Radler verkehrt ist.

Es schützt die Radler nicht, es entlastet nur die Autofahrer von der Verantwortung auf Radfahrer/innen zu achten. Bei einem Unfall sind nicht sie, sondern die Radler schuld.

Es stoppt Radfahrer, damit Autofahrer nicht stoppen müssen. Und das auf der sehr viel befahrenen Radhauptroute 1. Das Stoppschild ist das falsche Signal für eine radfreundliche Politik.