3. April 2015

Dran glauben macht noch keinen Mischverkehrsweg

Es ist schön, dass die Stadt für ihre Radhauptroute 1 wirbt. Sie führt durch einen Abschnitt der Tübinger Straße, die man auch gern Shared Space oder Mischverkehrsweg nennt.

Kennzeichnend für solche Wege ist , dass es keine Straßenschilder gibt (außer am Anfang) und sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer per Blickkontakt arrangieren. Dabei gelten die normalen Verkehrsregeln, also Rechts vor Links. Was ist also anders als bei einer Nebenstraße mit Geschwindigkeitsbegrenzung?

1. April 2015

April, April! Radlerampel in Vaihingen

Blogleser haben mich bei der Diskussion über Ampelanlagen und den Roll-Stopp auf eine Radlerampel aufmerksam gemacht, die den Radverkehr behindert, statt ihn zu fördern.

Sie steht in Vaihingen auf der Möhringer Landstraße, Ecke Fanny-Leichtstraße nach der Eisenbahnbrücke Richtung Schillerplatz. Hier kommen Radfahrer auf der Radspur an. Die Schülerinnen und Schüler des Fanny-Leicht-Gymnasiums werden - kurios genug - über den Gehweg in Gegenrichtung in die Einbahnstraße zur Schule geschickt.

Wer links abbiegen will, sieht einen Drücker mit einem Pfeil, der nach links zeigt. Man kann - das ist schön - Grün anfordern und dann links abbiegen. Aber was, so haben mich die Blogleser gefragt, ist eigentlich mit denen, die geradeaus radeln wollen?

31. März 2015

Radkennzeichen bringen nichts

Die Schweiz hat die Nummernschilder für Velos nach fünfzig Jahren 2011 wieder abgeschafft. Sie dienten übrigens dem Nachweis einer Radhaftpflichtversicherung. 

Wir denken in der Regel an was anderes, wenn wir auf Kampfradler schimpfen und ein Radkennzeichen fordern: Wir glauben, damit sei ein Radrowdy leicht identifiziert und könne angezeigt werden, auch wenn er sich davongemacht hat. Stellen wir uns das mal ganz praktisch vor: Ich werde von einem Radler gestreift und stürze. Der Idiot fährt weiter. Habe ich das Nummernschild am Rad gesehen? Habe ich mir die kleinen Zahlen gemerkt? Nein. Es ging alles so schnell.

30. März 2015

Moderne Mobilität - RiS in LIFT Stuttgart

 LIFT Stuttgart 
Lift Stuttgart hat in seiner Aprilausgabe viele Seiten dem Thema moderner Mobilität gewidmet. Da kommt natürlich auch das Radfahren vor. Ich bin eingeladen worden, einen Gastbeitrag zu schreiben.

Ein kleiner Ausflug aus der Bildschirm-Welt des Blogs in die Printmedien also. Anlass für LIFT war übrigens die ADFC-Umfrage zur Fahrradqualität deutscher Städte, bei der Stuttgart um einen Platz (im unteren Mittelfeld) nach oben rutschte. Das Thema ist noch aktueller geworden durch die Veröffentlichung der Studie des Bundesumweltamts heute, aus der hervorgeht, dass sich 82 Prozent der Deutschen weniger Autos in den Städten und eine bessere Infrastruktur für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen wünschen. Unter den jungen Leuten sind es sogar noch mehr.




29. März 2015

Neue Radspur mit Sturzfalle

Jetzt sind sie da, die Fahrbahnmarkierungen auf der Reinhold-Maier-Brücke. Der Grund: Der Gehweg über die Brücke ist zu schmal, um für Radfahrer freigegeben zu bleiben. Deshalb müssen sie auf die Fahrbahn. 

Auf beiden Seiten der Brücke führen Spuren für Räder hinüber, beide nicht als Radspur gekennzeichnet (kein blaues Schild), beide aber stellenweise mit dick durchgezogener Linie gegen den Autoverkehr abgegrenzt. Doch es endet in einer Sturzfalle. Und die Schilder stimmen auch nicht.