21. Februar 2015

Stuttgart auf dem Weg zur Fahrradstadt

Wir haben es alle in den Medien gehört. Im jüngsten ADFC-Test der Fahrradfreundlichkeit einer Stadt stehen in Baden-Württemberg Karlsruhe und Freiburg ganz oben. 

Stuttgart liegt bei den Städten über 200.000 Einwohner im unteren Drittel auf Platz 28. In Freiburg hat eine jahrzehntelange Fahrradförderung den Anteil des Fahrrads an innerstädtischen Wegen auf knapp 30 Prozent getrieben. Karlsruhe möchte da noch besser werden. Es wirbt mit dem Slogan "Kopf an: Motor aus" fürs Radfahren und spricht davon, dass derzeit schon 25 Prozent der Strecken mit dem Rad zurückgelegt werden. In Stuttgart haben wir die 10 Prozent noch nicht erreicht.

Stuttgart kann aber auch punkten gegenüber den klassischen Fahrradstädten. Zufrieden sind die befragten damit,

  • dass hier weniger Fahrräder gestohlen werden,  

19. Februar 2015

Der unsichtbare Radfahrer

Der Radfahrer in der Presse: gerne übersehen, oft touchiert, ohne Helm längst tot und gegen Verkehrsregeln verstoßend, die niemand korrekt erklären kann.

So beginnt der Blog Presserad, der sich mit der Darstellung von Radunfällen in Polizeianzeigen und Presseberichten beschäftigt. In der Tat neigen Polizei und Journalismus dazu, Radlern eine Mitschuld an Unfällen zu geben, an denen sie keinerlei Schuld haben. Gern wird erwähnt, ob sie dunkel gekleidet waren, und der Verdacht aufgebracht, sie seien womöglich ohne Licht unterwegs gewesen.

Radfahrer werden in Polizeiberichten und Pressemeldungen außerdem fast immer "übersehen".

17. Februar 2015

Ein Faschings-Schilder-Scherz

Blogleser Sebastian ist ein Schilderscherz der ganz besonderen Art aufgefallen. 

In der Tübinger Straße vom Gerber bis vor zum Rotebühlplatz  ist das Parken verboten.  Wir alle wissen, dass Autofahrer hier ihre Autos gern nicht nur mal kurz abstellen, sondern parken.

Heute wird dort der Faschingsumzug durchkommen. Würden Autofahrer hier nur halten, wäre das kein Problem, denn sie würden binnen drei Minuten wegfahren, die Ränder wären also in wenigen Minuten vor Beginn des Umzugs geräumt. Aber wir wissen ja, dass die hier nicht halten, sondern parken. Stundenlang.

Deshalb hat die Stadt nun das Parkverbot mit einem Halteverbot bekräftigt.  Sehr lustig. Verboten ist verboten, aber heute verbotener.

15. Februar 2015

Eine wirklich gute Idee kommt unter die Räder - Hofener Straße

Wir mögen Autos nicht, wenn sie vor unseren Fenstern vorbeifahren, aber wir mögen sie sehr, wenn wir selber drinsitzen und bei anderen vor den Wohnzimmerfenstern vorbeifahren. 

Radfahrer mögen wir aber auch nicht, denn sie behindern den Autoverkehr oder sie stressen uns als Fußgänger. In Stuttgart drängt der Autoverkehr die Radler auf die Gehwege ab. Dort stören sie die Fußgänger. Will man das ändern, kommt sofort der Verdacht auf, die Stadt plane eine Maßnahme, die den Radverkehr unterstützt. Und schon ist das Geschrei groß. Dann sind wir wieder Autofanatiker ... aber gefälligst nicht durch die Straße, in der wir wohnen!

Das ist die paradoxe Situation mit der Sperrung der Hofener Straße samstagnachmittags und sonntags im Sommer.