13. September 2014

Wer es eilig hat, sollte langsam tun

Es gibt schnelle Radler, und es gibt langsame, und beide vertragen sich nicht gut. Die Süddeutsche Zeitung hat das Thema angeschnitten und schöner kann ich es auch nicht beschreiben. 

"Das Leben im Straßenverkehr ist nicht einfach. Dauernd muss man Rücksicht nehmen. (...) Die Hölle, das sind immer die Anderen. Sitzt man im Auto, schimpft man über die Trekkingnerds auf ihren Rädern, sitzt man auf dem Rad, verflucht man die Lackaffen hinterm Steuer. Rast einen auf dem Rad ein anderer Radler halb zu Tode, erklärt man ihn zum anstaltentflohenen Psychopathen, versperrt einem selbst mal jemand durch sein Getrödel den Weg, gelüstet es einen nicht übel, ihn einfach seitlich wegzurammen. Nein, das Leben im Straßenverkehr ist nicht leicht. Überhaupt das Leben in Gesellschaft ist nicht leicht. Wie kann man es also verbessern?", heißt es in dem Artikel.

11. September 2014

Wohin mit dem Rad?

Warum gibt es hier im Bohnenviertel eigentlich keine Radständer? Weil Leute, die hier essen gehen, nie mit dem Fahrrad kommen?

Zwei Räder sind immerhin da, und beide sind an Schildermasten geschlossen. Dabei wäre hier genug Platz für einen Radparkplatz mit Radbügeln.

Freizeitbereiche sind seltsamerweise oft sparsam mit Radparkplätzen.

9. September 2014

Kwiggle - das ultimative Taschenfahrrad

Klapp- oder Falträder gibt es viele. Auch E-Bikes kann man schon zum Zusammenfalten kaufen. Ich kenne Leute, die fahren immer mit solchen Rädern, aber im Grunde sind sie ideal nur für Leute, die viel mit Zug oder Bahn (oder Auto) unterwegs sind und einen Teil der Strecke mit dem Rad zurücklegen wollen. 

Manche haben Rollen am Gepäckträger, damit man sie wie einen Trolley hinter sich herziehen kann. Sie sind immer so groß der sperrig wie ihre Reifen, weshalb die meisten kleine Räder haben. Je kleiner das Rad, desto mehr Schwierigkeiten machen Bordsteine und Schlaglöcher. Man will ja nicht mit dem Vorderrädchen in ein Schlagloch fahren und dann einen Salto machen.

Auf der Eurobike 2014 habe ich einige Klappräder gesehen. Das Verblüffendste war das Kwiggle.

7. September 2014

Wenn man es genau überlegt ...

... dann gibt es keine Alternative zu Radwegen und Radspuren durch Stuttgart. Wenn ich mit Autofahrer/innen rede, beschweren sie sich gern über den Radweg entlang der Waiblinger Straße Richtung Fellbach. Da fahre ja niemand, und die Autos stünden im Stau. 

Aber was wäre die Alternative? Sollen die Radler auf den Gehwegen fahren? Da stören sie Fußgänger erheblich. Oder wollen Sie, dass die Radfahrer sich zwischen die Autos mischen und im Autoverkehr mitschwimmen? Das heißt für Sie als Autofahrer: Sie hängen öfter mal hinter einem Radler. Radfahrer verlangsamen den Autoverkehr in der Stadt auf Hauptstraßen unter Umständen auf 11 bis 20 Stundenkilometer. Routinierte Radler fordern übrigens genau das: Keine Radwege, keine Radspuren, sondern die Fahrbahn als Verkehrsweg für Radler.