9. August 2014

Sind doch nur Radfahrer

Respekt für Radler ist jetzt nicht so weit verbreitet in Stuttgart. Vor allem nicht in der Baustellennot, also bei der Verwaltung. Hier in Cannstatt ist die Einfahrt für Radler aus der Wilhlmstraße in die Liebenzellerstraße kurz mal aufgegeben. 

Aus welchen Gründen auch immer steht mitten auf der Radspur eine Absperrung. Was die Autofahrer freut, die gleich dahinter parken. Radler dürfen hier entgegen der Einbahnstraße rein. Und Autofahrer, die jetzt hier herauskommen, ärgern sich zu Recht (zusammen mit den Radlern), wenn ihnen ein Rad vor den Kühler fährt.

7. August 2014

Bitte mal überdenken - Cannstatt Neckardamm am Rosensteinbunker

Es gibt in Stuttgart einige altgediente Radspuren, die für ein paar Radler angelegt wurden, für die zunehmende Menge an Radfahrern aber nicht mehr taugen.  

Und zwar deshalb, weil sie zu eng und Flickwerk sind und Radfahrer sie nur dann gut benutzen können, wenn sie sich den praktikablen Weg selbst suchen.

Auf dem Foto sieht man, dass der eine Radfahrer auf der Fahrbahn fährt, die anderen ihm auf dem Gehweg entgegenkommen. Beide fahren im englischen Modus, also auf der jeweils links von einander. An dieser Stelle, nämlich am Rosensteinbunker in Cannstatt geht das praktisch nicht anders. (Sie Karte unten)

5. August 2014

Der Mord-Tunnel vom Veielbrunnenweg

Wer in Cannstatt den Veielbrunnenweg ganz durch fährt, bist dorthin, wo Autos nicht mehr weiterdürfen, hinein in den für Radler freigegebenen Fußweg, der stößt auf eine hundert Jahre alte Tunnelanlage, die von hier unter den Bahnlinien hindurch führt. 

Schaurig bei Nacht, - einst Schauplatz eines Mordes - eng, aber für geübte Radler, die auch einen Anstieg nicht scheuen, eine echte Alternative, zum direkten Weg nach Cannstatt von der König-Karls-Brücke auf dem Gehweg unter der Eisenbahnlinie durch

Man biegt aus Stuttgart kommend gleich nach der König-Karls-Brücke rechts ab, fährt am Wasen entlang (leider auf schmalem Gehweg) und nimmt die nächste Fußgängerampel über die Mercedesstraße hinüber in den Veielbrunnenweg. (Siehe Karte unten)

3. August 2014

Was ist so gefährlich am Pedelec-Fahren?

 Grafik, Statistisches Landesamt 
Eine Bemerkung aus aktuellem Anlass. Das baden-württembergische Innenminsterium hat am 31. Juli eine Unfallstatistik für das erste Halbjahr dieses Jahres vorgelegt. Demnach starben auf den Straßen in unserem Bundesland bereits 22 Radfahrer/innen bei Unfällen. 

In der Pressemitteilung heißt es:
"Bei 4.624 Fahrradunfällen (plus 27,3 Prozent) seien im ersten Halbjahr 2014 bereits 22 Fahrradfahrer ums Leben gekommen (1. Halbjahr 2013: 19), 968 seien schwer verletzt worden (plus 27 Prozent).
Bei den Radunfällen sei die Beteiligung von Pedelecs auffällig. Die Verdopplung gegenüber dem 1. Halbjahr 2013 auf 233 Unfälle spiegle die zunehmende Verbreitung der neuen Fahrzeuge. Fazit: „Tragen Sie einen Fahrradhelm. Denn damit lassen sich Kopfverletzungen vermeiden oder zumindest mildern“, betonte Gall. Dies gelte besonders für Pedelecs, da mit diesen eine deutlich höhere Geschwindigkeit erreicht werden könne."

Und sofort sind wir alle ganz schnell dabei zu behaupten, dass es an der Geschwindigkeit liege, dass Pedelec-Fahrer statistisch öfter verunglücken als es ihrem Anteil an Radfahrern unter den Radler entspricht.  Ich glaube aber, das ist ein Denkfehler.