22. Februar 2014

Radparkplatz ohne Zugang

Mit dem Rad zur Arbeit fahren ist in. Zwar fördern die meisten Firmen Radler nicht, während sie Autofahrern traditionell Parkplätze oder Tiefgaragen zur Verfügung stellen und Stadtbahnfahrern Zuschüsse zahlen. Einen Bonus bekommen die meisten Radfahrer nicht, dafür müssen sie um Abstellplätze kämpfen. 

Der SWR hat vor dem neuen Eingang in der Kuhnstraße jetzt Fahrradständer aufgestellt. Ob sie im Sommer reichen, wird sich zeigen.

Zunächst einmal kommt man auf dem Rad legal gar nicht bis dorthin.

20. Februar 2014

Radfahren ist gut fürs Geschäft

Der Kofferraum ist die größte Einkaufstasche, heißt es immer wieder. Deshalb brauche eine Innenstadt Parkhäuser, damit die Leute einkaufen kommen. 

Stimmt nicht, hat ein US-Geschäftmann festgestellt, wie der Guardian berichtet. Demnach untesrtützen amerikanische Geschäftsleute den Radverkehr, nicht weil sie an Umweltschutz, sondern weil sie an ihren Umsatz denken.

19. Februar 2014

Innenstadt entstressen - Bericht vom Radforum mit OB Kuhn

Gestern war Plenumssitzung des Stuttgarter Radforums im Rathaus. Oberbürgermeister Kuhn war dabei. Er hat erzählt, dass Stau, Stress und Feinstaub die größten Probleme der Autostadt Stuttgart sind. 

Um die Innenstadt zu entstessen bräuchten wir eigentlich zwanzig Prozent weniger Autoverkehr. Aber eine nachhaltige Mobilität bekommt man nicht von jetzt auf nachher, das sind sehr lange Prozesse. Um das zu erreichen müssen Stadtbahnen und Busse gestärkt werden. Wenn mehr Leute öffentlich fahren, wird der Autoverkehr entlastet, was - so Kuhn - auch dem Radverkehr nütze. Mit gestaffelten Tempolimits will Kuhn mehr Ruhe in den Verkehr bringen und ihn verflüssigen. Der Versuch auf der Hohenheimer Straße mit Tempo 40 habe gezeigt, dass sich damit Feinstaub nennenswert reduzieren lasse. Deshalb soll es an den Steigungsstrecken Tempo 40 geben. In Wohnvierteln Tempo 30. Auf allen Straßen, wo das geht, wird weiterhin Tempo 50 gefahren. Der Punkt sei nicht das Temposchild, sondern dass die Leute sich an die Geschwindigkeit auch halten.

"Eine moderne Großstadt, mit sieben Prozent Fahrradanteil, das kann's nicht sein", sagte Kuhn.

16. Februar 2014

Warum fahren Radfahrer wirklich bei Rot?

Weil die Rotphasen der Ampeln zu lang sind. Das ist eines der Ergebnisse der Bachalor-Arbeit von Markus Bünger mit dem Thema "Entwicklung von Qualitätsmaßen für den Radverkehr." am Institut für Straßen- und Verkehrswesen der Uni Stuttgart.

Was ist ein guter Radweg und warum werden bestimmte Radstrecken nicht befahren, obgleich man doch so viel getan hat? Dafür gab es bisher keinen Maßstab. Markus Bünger hat mithilfe von Umfragen, an denen einige meiner Blogleser vermutlich auch teilgenommen haben, Merkmale formuliert, die Radwege aufweisen müssen, wenn sie akzeptiert werden sollen.