8. Februar 2014

Dann sollen Radfahrer aber auch Steuern zahlen

Radstreifen sind ideale Parkplätze
Das höre ich immer wieder, wenn Radwege gebaut werden. Wenn sichtbar Geld für Radler ausgegeben wurde. Eine Radfahrer-Steuer müsse her. Schließlich zahlen Autofahrer ja auch Steuern dafür, dass ihnen die Straßen gebaut und instand gehalten werden. 

Der Staat kassiert Mineralölsteuer, KfZ-Steuer, Mehrwertsteuer. Autofahrer müssen alles bezahlen, was sie kosten, höre ich. Und die Radfahrer? Was zahlen die? Nix. Die radeln nur und bremsen dabei auch noch Autofahrer aus, die Melkkühe der Nation.

Gegenfrage: Was bezahlen Autofahrer denn wirklich für all das, was uns der Autoverkehr kostet? Etwas für die Kosten von Unfällen im Straßenverkehr? Für den Kampf gegen Lärm und Feinstaub, gegen die Klimaschäden und ihre Folgen?

In Deutschland sind das 134 Milliarden Euro, die jährlich für alles anfallen, was der Autoverkehr verursacht. Nur 50 Milliarden davon zahlen Autofahrer mit ihrer KfZ-, Mineralöl- und Mehrwertsteuer selbst.

6. Februar 2014

Radfahrer auf die Straße - die kritische Masse testen

Critical Mass ist zuverlässig auf der Straße, immer jeden ersten Freitag im Monat. Also morgen wieder. Startpunkt ist wie immer der Feuersee bei der Roten Kapelle, 18:30 Uhr. In der Regel fährt man etwa Viertel vor sieben los. 

Also, Radbeleuchtung überprüfen, und mitfahren. Die Tour dauert etwa anderthalb Stunden und ist vom Tempo her so, dass alle auf allen Rädern mithalten können.

Ich will dabei sein. Mal sehen, ob ich es rechtzeitig zum Startpunkt schaffe. Sonst steige ich auf der Strecke ein. 

4. Februar 2014

Est tut sich was

Es gibt neue Halteringe am Radüberweg Charlottenplatz über die Planie. Natürlich immer nur für genau einen Radfahrer. Und auch nur für die, die zum alten Waisenhaus hinüber radeln und warten müssen. 

Die anderen haben, was auch nicht schlecht ist, ein Mäuerchen, um den Fuß aufzustellen.
Die Halteringe an Ampelmasten sind eine Stuttgarter Eigenart, erfunden vom Stuttgarter Fahrradbeauftragten Köhnlein. Es gibt sie reichlich.

Ich habe schon einmal ein wenig die Augenbrauen hochgezogen, angesichts der Halteringe.

3. Februar 2014

Radfahrer sollen auf die Straße

In den Städten hat der Radweg ausgedient, findet Baden-Württembergs grüner Verkehrsminister Winfried Hermann. Radfahrer sollen auf die Straße. Das lese ich in "Sonntag Akutell".

Der klassische Radweg als separate Fahrspur neben der Straße (oder besser zwischen Gehweg und Straße) ist teuer und braucht Platz. Das Risiko, dass er zu schmal wird, wenn viele Radler unterwegs sind, besteht überdies, meine ich. Die Tendenz geht zum Schutzstreifen. Das sind markierte Bahnen für Radler auf der Fahrbahn, die nicht die durchgestrichene Linie der Radwege haben, sondern gestrichelte Linien. Das bedeutet, Autofahrer dürfen mit den rechten Rädern auch auf diesem Schutzstreifen fahren - wichtig bei schmalen Straßen -, wenn sie keinen Radler behindern. Radler haben auf diesem Streifen Vorrang.