27. Juli 2013

Giftzwerge

Es gibt in Stuttgart diverse Ampeln für Radfahrer, die zumindest missverständlich, wenn nicht gefährlich sind. Und zwar
  • weil man sie zu spät sieht
  • weil man sie falsch interpretiert
  • weil man sie gar nicht sieht.  
In Möhringen steht so eine an der Rembrandt-Straße beim Kaufland Möhringen. Nähert man sich ihr auf dem Radschutzstreifen, der an der Stadtbahnhaltestelle Riedsee beginnt, ist sie vermutlich unmissverständlich (Foto unten). Sie steht am Fußgängerüberweg. Vermutlich hat man sie eingerichtet, damit die zu bestimmten Zeiten massenhaft dort entlang radelnden Schüler halten, wenn die Fußgänger grün bekommen haben. So wie der Radler mit Hund es hier macht.

26. Juli 2013

Radwege helfen Stau vermeiden

"Da ist eh schon ständig Stau, und jetzt hat man den Autofahrern auch noch eine Spur weggenommen und einen Radweg dahin gebaut", höre ich oft. Eigentlich immer, wenn der Autoverkehr auf eine von zwei Spuren verzichten muss. 

Auf den ersten Blick richtig. Auf den zweiten Blick vielleicht doch ein kleiner Denkfehler.

Radwege installiert man für Radfahrer. Der geheime Hintersinn dabei: Stuttgart möchte langfristig den Anteil von Radlern im Straßenverkehr erhöhen. Mehr Leute sollen das Rad nehmen statt des Autos.

Radfahren ist sicherer als Autofahren

Vorausgesetzt man beachtet die Grundgebote der eigenen Sicherheit. Das ist die Grundaussage von Bernd Sluka, der zugleich mit seinem Team die "zehn Gebote" für Radfahrer entwickelt hat. Sie sind durchaus überraschend. 

Beispielsweise machen Radwege und Radschutzstreifen auf Fahrbahnen das Radfahren nicht sicherer. Statistisch gesehen nützen sie uns nichts. Auf der Fahrbahn ist es für Radfahrer sicherer, vor allem, wenn sie einen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos halten. (Gehwege sind sowieso ein no go.)

Vielleicht kann die Politik auf diese Radstadt-Symbole wie Radwege und Radampeln ja tatsächlich verzichten. 

25. Juli 2013

Radweg in Schwierigkeiten

Ja, die Übergänge sind das Problem bei Radwegen. Das ist es auch beim nagelneuen und schön asphaltierten Radweg zwischen Kaltental und Heslach an der Böblinger Straße der Fall. Deshalb ist er noch immer gesperrt. 

Wie die Stuttgarter Zeitung/Süd heute in ihrer Printausgabe berichtet, müssen die Radfahrer, die von Vaihingen herabkommen (Hauptroute 1), kurz vor Heslach nämlich auf den alten Weg in den Wald zurück. Und dieser Übergang verläuft über eine ziemlich zackige Z-Kurve, in die man nicht hineinsehen kann.

So oder so

Regenradeln ist nicht unbedingt schön. Schöner wäre es, wenn der Drücker für die Radfahrer nicht zugeparkt wäre. Dann käme man hin. 

Veielbrunnenweg in Cannstatt Richtung Stuttgart.

Schön, dass der Platz an der Ampel, ohne jegliche Radzeichen auf der Fahrbahn, in Gegenrichtung (Stadtauswärts) nicht zugeparkt ist. Alle Achtung.

24. Juli 2013

Ein Treppenwitz

Dieses Schild sollte man unbedingt beachten.  Wer hier geradeaus weiterfährt, hagelt eine Treppe hinunter. Das Schild stünde dort sicher nicht, wenn das nicht bereits passiert wäre. 

Im Dunkeln ist die Treppe überhaupt nicht erkennbar. Auch bei Tageslicht sieht man sie nicht. Ein schönes Beispiel dafür, dass man sich als Radler auf den Wegen, die man befährt, auskennen sollte. Vor allem, wenn man sie zügig befährt.

Eigentlich müsste man gar nicht darüber reden. Es steht ja ein Schild dort. Leider ist nicht jeder dieser gelben Wegweiser für Radfahrer sinnvoll oder eindeutig. Oft stellt sich heraus, dass sie in die Irre führen.

23. Juli 2013

Alles easy am Hauptbahnhof - Teil 2

Nein, der Hauptbahnhof macht es uns nicht leicht in Stuttgart. Wenn man an ihm vorbei in den Schlossgarten will, geht es durch ein Labyrinth. Hat man aus der Lautenschläger Straße kommend die Ampel überwunden und will nach links zur Stadtbibliothek im Europaviertel, muss man vor allem den Lenker festhalten und gut zielen können.

Es ist sehr schön, dass man Radfahrern überhaupt einen Weg gebahnt hat. Aber  ... nun jaaaa ... ich weiß ja nicht, ob er wirklich so aussehen muss. Käme mir jemand entgegen, beführen ihn mehr als zwei Radler in Gegenrichtung, dann gibt es Lenker-Gehäkel.

22. Juli 2013

Rowdies auf zwei Rädern

Fußgänger und Radfahrer passen anscheinend nicht zusammen. Jedenfalls nicht auf ein und demselben Verkehrsweg. 

In Facebook hat sich bei der Tunneltour eine Diskussion ergeben, die von unvereinbaren Positionen zeugt. Autofahrer und Fußgänger fühlen sich von Radfahrern massiv gestört.

Andererseits sind Räder für manch andere das einzige Verkehrsmittel, das ihnen Unabhängigkeit verschafft. Hier die beiden Positionen.

Um- und Um- und Umleitungen

Fest am Eckensee. Durchfahrt für Radfahrer gesperrt. Diesmal hat man an die Radfahrer gedacht, die hier massenweise fahren.

Wenn ich aus dem mittleren Schlossgarten komme, begegnet mir auf der letzten Brücke ein Umleitungsschild, das mich nach rechts weist.

Ich kurve aus dem Park heraus auf den Gehweg der Schillerstraße und sehe mich diesem Schild (Foto oben rechts) gegenüber. Mit dem grünen T für Tallängsweg. Was hier rechts? In die Feuergasse und den Hinterhof des Königin-Katharina-Stift-Gymnasiums? Das kann doch nicht sein. Aber weiß man's? Radwege sehen zuweilen seltsam aus. *

21. Juli 2013

Unverständnis

auf allen Ebenen auf der Hofener Straße. Die Radler radeln weiter auf dem Gehweg, einige Autos umkurven die Schranken und rasen die Straße entlang. (Tempo 50 ist ja aufgehoben.) Dabei ist die Hofener Straße am Neckar bis zum Stuttgart Cannstatter Ruderclub ab Samstagmittag bis Sonntagnacht für Autos gesperrt. 

Und zwar damit Fußgänger mit Kind und Kegel wenigstens am Wochenende den Fußweg für sich haben. Radler MÜSSEN dann auf die Fahrbahn. Sie dürfen nicht, sie müssen es tun. Der Gehweg ist für sie gesperrt. Und Autos dürfen hier nicht fahren.

Ein Fest auf dem Neckardamm

und plötzlich geht hier gar nichts mehr. Zumindest für Radfahrer. Wir müssen auf die Fahrbahn. Und plötzlich entdecken wir, wie gut man dort eigentlich auch fahren kann. 

Eine gute Gelegenheit für Freizeitradler zu lernen, dass der Neckardamm kein Radweg ist. Man darf ihn nur mit dem Rad befahren. Vorrang haben hier die Fußgänger.

Dafür dürfen Radler jederzeit auf den Fahrbahnen für Autos radeln. Und manchmal ist das viel konfliktfreier. Und man kommt auch besser voran.