13. Juli 2013

Tunneltour

Stuttgart hat Berge. Für Autos gibt es Tunnel, Radfahrer müssen über den Berg. Das kommt einem ein bisschen ungerecht vor, denn wir bewegen uns mit Muskelkraft, Autofahrer nicht.

Wie überhaupt die Tendenz spürbar ist, Radler die steilen Strecken hinauf zu schicken, während den Autos die moderaten Steigungen vorbehalten bleiben. Nur zwei Tunnels können leicht umfahren werden.

12. Juli 2013

Aktuell - Eine Umfrage zum Radfahren

Wie finden Sie Radwege? Wie lange möchten Sie höchstens am Ampeln warten müssen? Fahren Sie lieber durch einen Park oder lieber auf Autostraßen? 

Solche und weitere Fragen stellt Markus Bünger in seiner Umfrage, die er für seine Bachelor-Arbeit über die "Entwicklung eines Qualitätsmaßes für den Radverkehr" braucht. Und dazu braucht er viele Teilnehmer.

Also für den, der mitmachen will: Hier ist der Link. Die Umfrage dauert nicht länger als 5 Minuten.

Ich finde, es ist eine gute Möglichkeit Kund zu tun, was man sich wünscht.

Gefährlicher Radweg


Es ist offenbar ein Irrtum, dass Radwege oder Radschutzstreifen den Radfahrern nützen oder gar das Unfallrisiko mindern. Ganz im Gegenteil. Radwege machen das Radeln gefährlicher. 

Selbst dann, wenn es sich um guten Radweg handelt. Es gibt eine Reihe von Untersuchungen, die Bernd Sluka auf seiner Internetseite darstellt und auswertet. Demnach wird die Unfallgefahr an Kreuzungen durch einen Radweg vervielfacht. Wobei bereits Problemfälle ausgeklammert sind wie linksseitige Radwege, Radwege, die in beiden Richtungen befahren werden dürfen und Radwege, auf denen Fußgänger gehen können.

10. Juli 2013

Der aggressivste Verkehrsteilnehmer

ist nicht der Radfahrer, auch nicht der Fußgänger, sondern der Autofahrer. Das Aggressionspotenzial ist abhängig von der Geschwindigkeit, die man mit seinem Gerät fahren kann, wenn einem nichts im Weg eist. 

Heute musste ich wieder mal die Alte Weinsteige hinauf. Mit dem Pedelec. Mein Tempo war 11,5 km/h, wo ein Normalradler zwischen 5 und 9 Stundenkilometern fährt. Dieser Sprinter passierte das Einabahnstraßenschild -- roter Kreis mit weißem Balken -- und musste in eine Parklücke ausweichen, um mich hoch zu lassen. Als ich ihn passierte, schrie mir der Fahrer aus dem Seitenfenster ins Ohr: "Bei dem Tempo könnt' man doch auf dem Gehweg fahren."

Dorfgewinkel

Degerloch kennt keine Radfahrer. Jedenfalls nicht so richtig. Ständer gibt es schon an der Haltestelle Albplatz. Aber Radwege gibt es keine. Allerdings Radfahrer, die gibt es. Und leider fahren viel zu viele auf den Gehwegen, was absolut verboten ist. 

Denn die Epplestraße, die aus dem Degerlocher Kern kommt, ist eine Einbahnstraße. In Gegenrichtung kann sie unter keinen Umständen befahren werden, auch nicht auf den Gehwegen. Denn auf denen herrscht reger Fußgängerverkehr.

9. Juli 2013

Schnauf - die Alte Weinsteige

gehört zu den steilsten Straßen Stuttgarts. Sie ist von unten bis oben (Haigst) über einen Kilometer lang und hat selten unter 13 %, an manchen Stellen bis 17 % Steigung. Für Rennradler eine Herausforderung, der sie sich zuweilen stellen. Ansonsten nur mit Pedelecs (Elektrorädern) zu bewältigen. 

Oder man lässt sich und sein Rad vom Marienplatz aus mit der Zahnradbahn hochfahren.
Hinzu kommt, dass sie ab dem Pfaffenweg sehr schmal ist. Rechts liegen die Schienen der Zahnradbahn, links parken (bergab) Autos. Kommt einem ein Auto entgegen (was eigentlich verboten ist) und weicht der Autofahrer nicht in eine Parklücke aus, muss man unbedingt absteigen.

8. Juli 2013

Von E-Radkutschen und Lastenrädern

Warum nicht die Ware mit elektrischen Lastenrädern zum Bio-Laden bringen, die Pizza per Pedelec ausfahren, in der Innenstadt Einkäufer mit Tüten und Taschen per Rikscha zur Stadtbahnhaltestelle bringen? All das ist inzwischen mögliche. Man muss es nur tun.

"Für uns endet Nachhaltigkeit nicht im Bioladen. Es geht um die ganze Lieferkette", sagte Conny Krieger am Wochenende beim 1. Alternativen Verkehrsmarkt im Stuttgarter Westen. Seit vielen Jahren engagiert sie sich in Stuttgart für Elektromobilität.

Hirn-Jogging im Schilderwald

Nur wer sich auskennt, kann alles richtig machen. Wer zum ersten Mal eine Strecke fährt, macht Fehler. 

Nicht immer ist auf Anhieb verständlich, was uns Schilder sagen wollen. Das gilt vor allem für Schilder, die den Radverkehr betreffen. Ein Radfahrer ist aber ebenso in Bewegung, in Fahrt, wie ein Autofahrer. Schilder sollten sofort eingängig sein. Die Beschilderung für Radfahrer ist das nicht. 

Dass das Schild "Radweg" hier auf dem Fußweg steht, während der Radweg auf der anderen Seite der geparkten Autos anfängt, ist zwar kurios (und nicht logisch), aber man sieht den Radweg ja sofort.

7. Juli 2013

Einbahnstraßen

sind in Stuttgart wie in ganz Deutschland nicht generell in Gegenrichtung für Radfahrer freigegeben. Und es ist auch nie ungefährlich, eine Einbahnstraße in Gegenrichtung zu befahren, keinesfalls hat man dabei auch noch Vorrang vor dem Autofahrer, der im Zweifelsfalls ganz schön erschrickt, wenn ihm ein Radler entgegen rast.

Es hat sich so manche Einbahnstraße, die ich schon in Gegenrichtung gefahren bin, weil die Alternative eine Zumutung gewesen wäre (beispielsweise richtig steil), nach einiger Zeit in eine umgewandelt, die für Radler freigegeben ist. Es gibt aber immer noch einige, bei denen wir Radler darauf warten, dass wir sie legal befahren können.