29. Juni 2013

Das Wetter ist schuld - die Hofener Straße

Heute sind auf der Hofener Straße mehr Autos gefahren als Radfahrer. Das Pikante dabei, der Abschnitt unter den Weinhängen des Zuckerbergs ist seit dem 1. Mai an Wochenenden für Autofahrer gesperrt.

Radfahrern ist dann zugleich das Fahren auf dem Gehweg verboten. Sie müssen die Straße benutzen. Damit nämlich Fußgänger mit Kind und Kegel endlich in Ruhe am Neckar entlang bis zum Stuttgart-Cannstatter Ruderclub und zum Max-Eyth-See spazieren können. (StZ)

Hirn-Jogging - originelle Lösungen

Radfahrer bleiben auch geistig fit, weil sie sich immer wieder auf verkehrstechnische Überraschungen einstellen müssen.

Hier Tübinger Straße, (Abzweig Feinstraße). Man hat wegen der Baustelle im Gerberviertel die Weiterfahrt für Autos sperren wollen. Da sich Autofahrer aber nicht daran halten (sie kurven auch jetzt noch drum herum), hat man die Spurenführung mit Baken verstärkt. Da kommt dann aber natürlich auch kein Radfahrer mehr durch.

28. Juni 2013

Fahrradfahrer sind die schlimmsten Verkehrsteilnehmer

  • Sie sind plötzlich da und schon wieder weg. Sie sind der Horror! 
  • Sie fahren links. 
  • Sie fahren ohne Licht. 
  • Sie missachten die Vorfahrt anderer. 
  • Sie fahren nicht auf dem Radweg, sondern halten auf der Fahrbahn alles auf. 
  • Sie kommen einem blitzschnell beim Abbiegen in die Quere. 
  • Sie rasen zwischen Fußgängern durch. 
  • Sie fahren Kinder und Hunde über den Haufen.
  • Sie haben Rot und fahren doch. 
  • Sie fahren eigentlich überall. 

27. Juni 2013

Der Radweg - Olgastraße

Radwege sind launisch und helfen nicht beim Linksabbiegen. Sie haben auch gern mal eine kleine Baustelle ohne Vorwarnung oder man hat temporäre Halteverbotsschilder aufgestellt. Abgesehen natürlich vom Lieferverkehr, der auf ihnen hält.

Zum Beispiel die Olgastraße stadtwärts. Hier mit einer kleinen Asphaltflickerei, die ordentlich unter den Reifen knallt. Auch kann es der Autofahrer nicht erwarten, bis er endlich rechts rüber kann, rollt mit zwei Reifen auf meinem Radweg und schneidet dann rüber.

Oben an der Ampel endet der Radweg zuverlässig, und wenn ich weiter runter will (nicht nach rechts), dann muss ich mich auf der linken Autospur einordnen.

Radwege sehen Linksabbiegen nicht vor. Nicht einmal das Geradeausfahren. Dabei hat man noch Glück, wenn er kurz vor der Kreuzung und mehrspurigen Ampelanlage endet. Blöder ist es, wenn er es eigentlich gar nicht erlaubt, dass man sich links hält.

25. Juni 2013

Der beste Radweg ist die Nebenstraße



Gäbe es in Stuttgart viele Radfahrer und würden sie tatsächlich auf Radwegen fahren, dann würde sich zeigen, dass Radwege für Radfahrer ungeeignet sind.

Sie sind zu schmal. Zum Glück ist man ja meist allein auf dem Radweg, aber hätte man ständig langsamere vor sich, dann würde man überholen wollen und es auch tun. Mit Blick auf das beginnende Elektrorad-Zeitalter wird das ein echtes Problem werden.

Sie enden immer dort, wo man sie eigentlich braucht, weil die Straße oder Kreuzung schmal und von Autos dominiert wird.

In Stuttgart sind in den letzten Jahren eine Reihe von Radwegen an Strecken angelegt worden, die Radfahrer nur selten benutzen, weil andere Strecken durch verkehrsarme Nebenstraße besser sind.

Der beste Fahrradweg ist die Nebenstraße. 

Gut gemeint, aber eine Falle!

An der Ampel Silberburg/Schlosstraße gibt es etwas, was man sich für alle Haltelinien an Kreuzungen wünscht, an denen ein Radler auch mal links abbiegen möchten.

Die Radhaltelinie vor der Haltelinie für Autofahrer. Wenn auch Autofahrer das nicht ganz einsehen. "Ist doch kein Radfahrer da!", erklärt er mir. "Doch ich bin jetzt da, denn auf dem Radweg kann ich vorfahren, auch wenn Sie da schon stehen." - "Ach so, ja."

Leider ist das hier nicht zu Ende gedacht. Und deshalb sehr gefährlich. Es ist eine Falle für Radfahrer.

24. Juni 2013

Die Neue Weinsteige

ist die schönste Straße Stuttgarts. Man hat einen phänomenalen Blick über den Kessel bis hinüber zum Birkenkopf. Leider hat der Autoverkehr sie gänzlich für sich erobert. 

Man darf sie übrigens mit dem Rad durchaus hochfahren. Es ist nicht verboten. Es tut nur niemand. Täte es man es, sähe man, was nie ein Autofahrer und auch kaum ein Stuttgarter je zu sehen bekommen. Da ist der grandiose Ausblick, für den wir Muße haben. Aber da radelt man eben auch durch mystische Orte und Wildnis, passiert ein verwunschenes Denkmal und kann sehen, wie eine junge Frau um ihr Leben rennt.

Der Panoramaweg Neue Weinsteige wird DIE Attraktion sein für die Pedelec-Ausflüge, die Stuttgart anbieten wird, wenn erst ein Radweg die Neue Weinsteige hinauf entstanden ist.

Aufstand gegen die Wespen - Fahrradstadt Stuttgart

Stuttgart ist schon Hauptstadt des Staus. In Wahlkämpfen wird die Stadt darum regelmäßig zur künftigen Fahrradstadt erklärt.

Gefällt mir. Und eigentlich kann man in Stuttgart sehr gut Rad fahren. Allemal mit einem bergtauglichen Elektrorad. Das allerdings geht nur deshalb momentan so gut, weil Stuttgart eine Autostadt ist und verglichen mit Karlsruhe oder Freiburg nur wenige Radfahrer unterwegs sind. Andernfalls würde sich schnell zeigen, dass alle Radwege zu schmal sind und alle Kreuzungen zu eng.

Fußgänger und Autofahrer würden verzweifeln in den Schwärmen von Radlern, die ihnen in Einbahnstraßen und auf Gehwegen entgegen kommen, die zwischen ihnen am Ampeln warten und durchstarten.

Planung und Anlage von Radrouten kosten Geld, deshalb gibt die Stadt derzeit immer mehr Gehwege und vor allem Fußgängerampel-Anlagen für Radfahrer frei. Aber darin steckt ein fataler Denkfehler