1. Dezember 2016

Eine Fahrradgarage

In Leipzig gibt es so was einfach. Eine Fahrradgarage an der Universität. Kostenlos.

Man kann über eine Rampe einfahren und findet dann auch den Weg zum Campus hinaus.

Schon 2009 hat Leipzig dafür gesorgt, dass die sehr vielen Studierenden, die mit dem Rad kommen, ihre Räder sicher und zielnah abstellen können und einen Platz unter der Mensa dafür geschaffen. 2012 kam diese Fahrradgarage dazu. Hier haben 1.100 Fahrräder Platz.

29. November 2016

Zum Nebeneinanderradeln braucht man keine Fahrradstraße

Man darf es auch auf einer ganz normalen Fahrspur, vorausgesetzt, sie ist so schmal, dass ein Autofahrender zum Überholen sowieso auf die nächste Spur (oder Gegenfahrspur) wechseln muss.

Das ist auf den meisten Straßen der Fall. Und da erweist es sich auch als Vorteil, wenn kein Radstreifen oder kein Sicherheitsstreifen vorhanden ist, der Radler praktisch auf eine schmale Fahrspur zwingt. Oft viel zu schmal zwischen geparkten Autos und Überholverkehr. (Vor allem, wenn ein Busfahrer jeden Millimeter ausnützt und ellbogeneng vorbeischrabbt.)

28. November 2016

Hauptradroute 1 im Schlossgarten plötzlich gesperrt

Diesen Ausdruck habe ich Freitagabend fotografiert. Er informiert darüber, dass hier Bäume gepflanzt werden sollen. 

Deshalb solle die Hauptradroute 1 auf vom Ferdinand-Leitner-Steg in den Schlossgarten für zwei Tage gesperrt werden. Man solle den Fußgängerweg als Schiebestrecke benutzen. Allerdings steht dort kein Datum. Und ein Autor auch nicht. Anonyme Anordnungen oder Bitten finde ich persönlich ziemlich irritierend.

Die Sperrung war dann am Wochenende. Das mit dem Schieben hat aber nicht so geklappt, wie mir gestern Abend ein Blogleser berichtete.

27. November 2016

Poller statt Polizei

In Düsseldorf hat es einer Radfahrerin gestunken, immer wieder zwischen Straßenbahnschienen und in zweiter Reihe abgestellten Autos durchfahren zu müssen, und zwar genau in der Dooring Zone. 

Sie hat Aufkleber drucken lassen, die sie den Autos auf die Windschutzscheibe klebt. Hat sie das zwei Tage lang gemacht, dann wird es in der Straße für ein paar Tage lang besser. Auf die Polizei kann sie sich offenbar nicht verlassen. Strafzettel wären vermutlich wirkungsvoller als Aufkleber. Man sieht, was soziale Kontrolle bewirkt, egal ob durch die Polizei oder durch Privatpersonen.

25. November 2016

Unsere Zwei-Meter-Regel erlangt traurigen Ruhm


Am Montagabend um 21 Uhr schossen die Zugriffszahlen auf mein Blog plötzlich in gigantische Höhen. 

Der Grund, bei "Wer wird Millionär" stellte Jauch die Frage, für wen die Zwei-Meter-Regel im Schwarzwald gilt. Offenbar informierten sich viele TV-Zuschauer auch auf meinem Blog in einem alten Artikel. Die Antwort war eine halbe Million Euro wert.

Eine traurige Berühmtheit also für eine Regelung, die leider vorerst bleibt. Das hat CDU-Forstminister Hauk nach Verhandlungen mit dem ADFC und dreißig anderen Verbänden, die zwei Jahre gedauert haben, einfach mal so festgestellt. Die Regel habe sich bewährt.


23. November 2016

Radparken heute Abend im Radforum

Wer ein freistehendes Häuschen hat, kann das Fahrrad hinterm Zaun abstellen oder in einem Schuppen. Fünfstöckige Wohnblocks haben außer einem Keller meist nichts. 

Vielleicht noch einen Hinterhof, wo man Räder parken kann. Und wo ein Dieb in Ruhe schrauben kann, wenn er das Rad haben will.

Selten gibt es eine Fahrradgarage. Oft nur eine steile Treppe in den Keller. Kaum je ist im Achtparteienhaus Platz genug, um Räder im Eingangsflur stehen zu lassen. Und vor der Tür fehlen Radbügel. Von abschließbaren Radcontainern ganz zu schweigen.

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich heute Abend das Radforum. 18 Uhr, Raum 401 im Rathaus.

21. November 2016

Unfallforscher fordern: kein Durchgangsverkehr in Fahrradstraßen

Gemeint ist der Durchgagnsverkehr von Autos. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat nach eigenen Angaben untersucht, was Fahrradstraßen gefährlich macht. 

Grundlage der Untersuchung waren eine bundesweite online-Befragung, umfangreiche Unfalluntersuchungen, Beobachtungen und Befragungen der Verkehrsteilnehmer/innen. Demnach sind Fahrradstraßen grundsätzlich recht sicher. Unfälle geschehen seltener als auf vergleichbaren Tempo-30-Nebenstraßen.

Dennoch hat die UDV Verbesserungsmöglichkeiten ausgemacht. Fahrradstraßen dienen primär dem Radverkehr, heißt es in der Pressemitteilung. Höchstens Anlieger sollten hier mit Autos noch hineinfahren dürfen. Der Durchgangsverkehr sollte unterbunden, und die Ein- und Durchfahrtsverbote sollten konsequent überwacht werden.

19. November 2016

Man fragt sich schon ...

Warum steht an dieser Ecke zur Münzgasse am Marktplatz ein Umleitungsschild? Wo sollen die Radler denn sonst fahren? 

Diese Beschilderung stand da die letzten Tage. Inzwischen ist der Weg wieder frei. Denn diese Umleitung führte direkt in eine Komplettsperrung der Straße mit Durchfahrtverbot für alle Fahrzeuge, weil da gerade Platten verlegt wurden.

Ich frage mich: Müssen Schilder für Radfahrende eigentlich so sinnlos sein? Und dann auch noch genau dorthin führen, wo man eben nicht weiter radeln kann?

17. November 2016

Ein Auto weniger

Es gibt Städte, die haben nie wirklich aufs Auto gesetzt. Dort werden heute die Hälfte der Wege oder sogar noch mehr per Fahrrad zurückgelegt. 

Es radeln alle, Alte, Kinder, Erwachsene mit Kindern, Jugendliche. Übrigens ohne Helm. 
Und es gibt Städte, die sind von der Autoindustrie konfisziert worden. Zum Beispiel Los Angeles. Das hatte in den 60er Jahren den besten öffentlichen Nahverkehr weltweit und Radschnellwege. Dann hat Ford die Bahnen und Busse aufgekauft und verschrottet, die Schienen abgebaut und dafür gesorgt, dass LA heute von zwölfspurigen Autobahnen durchzogen ist. Dort stehen die Leute aus den Vororten täglich drei Stunden im Stau. Nur 0,8 Prozent der Menschen fahren dort dennoch lieber Fahrrad.

Jeder Radfahrende ist ist ein Auto weniger in der endlosen Schlange stehender Autos.

15. November 2016

Radfahren in Stuttgart bereits auf Platz 3

Die Fans von Radfahren in Stuttgart haben bei der Wahl der beliebtesten Fahrradblogs 2016 mein Blog in der Kategorie Stadtradler bereits von Platz 8 auf Platz 3 hochgevotet.

Das freut mich. Aber vielleicht geht ja doch noch ein bisschen was. Und vielleicht entdeckt ihr auch noch andere Blogs, die es verdient haben, eure Stimme zu bekommen. Bis zum 23. November habt ihr noch Zeit dazu.

Der Link fürs Voting. Auf Stadtradradler/Regional skrollen und nach "dasfahrradblog.blogspot.de" gucken.

Übrigens: Heute Abend, 20 Uhr findet im Atelier am Bollwerk (Hohes Straße 26) ein Film- und Diskussionsabend zum Thema Bikes vs. Cars statt. Dazu lädt die grüne Bundestagsfraktion ein. Auf dem Podium sitzt unter anderem auch Gudrun Zühlke vom ADFC.

13. November 2016

Was Räder hat, will rollen

Es scheint eine Eigenschaft des Menschen zu sein, dass er Schnellsein toll findet. Für den Kick benutzt er gern fahrbare Untersätze, Autos, Fahrräder, Skateboards, Motorräder. 

Ist der damit ausgestattet, kommt es ihm darauf an, damit so hurtig wie möglich voranzukommen.
Viele Autofahrende schlängeln sich spurenwechselnd durch den Verkehr, nutzen jeden Vorteil, um das Gefährt nach vorne zu treiben, überholen Radfahrende knapp, fahren am haltenden Bus vorbei, obgleich ihnen auf der Gegenfahrbahn Verkehr entgegenkommt. Jede Sekunde zählt.

11. November 2016

Fahrradmode für Frauen

Studentinnen der Berliner Uni für Technik und Wirtschaft haben im Juli Kleidung vorgestellt, die sowohl fahrrad- als auch bürotauglich sein soll. 

Nach ihren Informationen fahren mehr Frauen als Männer mit dem Rad zur Arbeit. Zugleich fahren viele Frauen aber auch nicht, weil sie keine Lust haben, sich nach der Fahrt fürs Büro umzuziehen oder wie Outdoorsportlerinnen herumzulaufen.

Die Modeindustrie, das ist unzweifelhaft richtig, entwickelt so gut wie keine Radkleidung für Frauen.