18. Januar 2017

Feinstaubalarm für Autofahrer, Schlitteralarm für Radfahrer

Es herrscht Feinstaubalarm. Manche möchten aufs Fahrrad umsteigen. Viele fahren sowieso mit dem Fahrrad. Wie letzten Winter hat es leider geschneit. 

Die Stadt fordert uns auf, das Auto stehen zu lassen und umzusteigen, auch aufs Fahrrad. Aber wieder sind die Radspuren und Radwege vielerorts nicht geräumt. Ich selber kann nicht überall hin radeln, deshalb ist das eine sehr zufällige Sammlung auch von Bildern, die mir Blogleser in den letzten Tagen geschickt haben.

Oben der Radweg Heilbronnerstraße auf dem Pragsattel. Etwas weiter unten im nächsten Schneefeld hat es mich dann hingehauern (nix passiert). Wo kein Haus steht, herrscht Schlitteralarm. So sah es am Montag aus. Jetzt dürfte alles beinhart gefroren sein.

16. Januar 2017

Radfahren macht lächeln

Das Wetter ist garstig. Trotzdem steige ich lieber aufs Fahrrad als ins Auto. 

Viele können sich nicht vorstellen, im Winter zu radeln. Es ist kalt. Die Finger frieren. Der Wind bläst einem kalt ins Gesicht. Jetzt anfangen damit? Nein, lieber bis zum Sommer warten.

Nein, nicht warten, jetzt anfangen! Man gewöhnt sich schnell dran. Und es schlägt allemal die Parkplatzsuche, das Füttern von Parkscheinautomaten, das Tappen durch Parkhäuser. Radfahren macht viel bessere Laune als Autofahren.

Zum Feinstaubalarm einfach mal ausprobieren. Strecken unter 6 km legt man, allemal zur Hauptverkehrszeit, mit dem Rad schneller zurück als mit dem Auto. Und zwar von Tür zu Tür.  Nach zwei bis drei Wochen wird das Radeln zur Arbeit zur geschätzten Gewohnheit.

14. Januar 2017

Die gesetzliche Ampelfalle

Vielleicht sollte man das mal ernst nehmen, dass Radfahrende ab diesem Jahr sich nicht mehr nach Fußgängerampeln richten dürfen. 

Blogleser Michael hat mir ein paar Fotos von Kreuzungen geschickt, wo das sehr schwierig wird. Wenn Radfahrende Regeln kennen und sich sogar an Regeln halten wollen, dann sollten  die Verhältnisseso eigentlich so sein, dass das geht. Sonst erzieht man Radfahrende zu regelwidrigen Fahren.

Die Regel lautet: Radfahrende werden ab Jahresanfang nicht mehr wie Fußgänger behandelt, sondern wie Fahrzeuge.

12. Januar 2017

Radfahren ist gut gegen Missmut

Radfahren als reguläre Fortbewegung anstelle von Autofahrten in den Alltag eingebaut, verändert das Leben. Es macht stärker, mutiger und glücklicher. 

"Wenn du niedergeschlagen bist, wenn dir die Tage immer dunkler vorkommen, wenn dir die Arbeit nur noch monoton erscheint, wenn es dir fast sinnlos erscheint, überhaupt noch zu hoffen, dann setz dich einfach aufs Fahrrad, um die Straße hinunter zu jagen, ohne Gedanke an irgendetwas außer deinem wilden Ritt." Dieses Zitat stammt von Sir Arthur Conan Doyle, dem Erfinder von Sherlock Holmes.

Radfahren hilft bei Depressionen. Radfahren öffnet die Sinne und macht den Geist weit.

10. Januar 2017

Ein Pedelec für Kinder

Ben-e-Bike hat das erste kindgerechte Pedelec entwickelt und dabei auf vielerlei geachtet, was speziell für Kinder nötig oder eben nicht nötig ist. E-Bike-News berichtet darüber ausführlich. 

So ist das Fahrrad vor allem leicht, weil der Akku kleiner ist. Es ist in der Tat eine Überlegung wert, falls die Eltern mit E-Rädern unterwegs sind und die Kinder ansonsten hinterherstrampeln müssten. Je nach Gewicht der Kinder selbst, kann man die Motorunterstützung regulieren. Man kann sie auch generell auf 10  km/h begrenzen. Der Grundpreis so eines Fahrrads beträgt 1.600 Euro. Schutzbleche, Licht und Ständer muss man noch dazu kaufen, was natürlich das Gewicht des Fahrrads wieder erhöht.

Das Kinder-Pedelec soll im März auf den Markt kommen, also zu kaufen sein.

8. Januar 2017

Radfahren mit Kindern

Fahrradfahren ist für Kinder enorm wichtig. Es schult den Gleichgewichtssinn, die Beweglichkeit, das räumliche Sehen, das räumliche Hören und macht Kinder fit, nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

Allerdings, wenn wir so in unseren Stadtverkehr schauen, dann sehen wir kaum eine Möglichkeit für Kinder, mit dem Fahrrad zur Grundschule oder zur Schule zu kommen, bei der uns nicht jede Menge Gefahren auffallen. Die StVO regelt gar nichts. Sie regelt nur, dass Kinder bis 10 Jahre auf dem Gehweg radeln dürfen und Kinder bis 8 Jahre auf dem Gehweg fahren müssen. Anders als viele Schulleiter/innen in Stuttgart die Eltern glauben machen wollen, ist es nicht verboten, die Grundschulkinder mit dem Fahrrad zur schule zu schicken, und sie sind auf diesem Weg auch versichert.

6. Januar 2017

Winterdienst

Ich komme gerade aus dem Allgäu, und da liegt wirklich Schnee. In Stuttgart nicht. Aber das ist für Radfahrende nicht unbedingt ein Vorteil. So ein glatter Film von Schneeflocken und Eis ist saugefährlich. 

Also ist exzessives Fahrbahnradeln angesagt. Denn für Autos ist alles schön rutschfrei gemacht. Niemand muss dort radeln, wo es nicht geht, blaues Schild hin oder her. Geräumt werden diesen Winter nur ausgewählte Strecken auf den Hauptradrouten. Immerhin schon mehr als im vergangenen Winter. Aber so ganz scheint die Sensibilität bei den Räumdiensten noch nicht vorhanden zu sein.

Blogleser Holger hat mir drei Fotos von der Hauptradroute 1 geschickt,

4. Januar 2017

Das richtige Pedelec für mich finden

Es ist so weit, du willst dir dieses Jahr ein Pedelec kaufen. In Stuttgart das Fahrrad der Wahl, weil man damit alle Berge hochkommt. Wirklich alle! 

Vielen erscheint die Anschaffung teuer, aber billiger als ein Auto ist es allemal, vor allem auch in der Haltung. Ein Pedelec verbraucht auf 100 km Strom im Wert von ca. 25 Cent. Ich habe mir mein erstes vor über zehn Jahren gekauft und bin ab diesem Tag viel mehr Fahrrad gefahren als vorher mit meinem Normalrad. Wer ein Pedelec hat, merkt schnell, dass es bequemer ist, das Fahrrad zu nehmen (egal, ob man bergauf muss oder nicht), wenn man in die Stadt will oder in der Stadt von einem Termin zum anderen muss.

Pedelecs verschaffen neue Freiheiten, erweitern den Radelaktionsradius, machen Spaß, fördern die Gesundheit meist sogar noch mehr als Normalräder, weil man mit dem Pedelc viel mehr fährt, und sind cool. Ein Pedelec ersetzt für alle Wege in der Stadt (unter 15 km) locker das Auto. Und man kann mit ihnen mehr transportieren, als man gemeinhin denkt.

3. Januar 2017

Radfahrer bitte rutschen

Eine kleine Nachricht vom ersten Schneetag in diesem Winter. Das Foto wurde heute früh um 8 Uhr von Blogleserin Caren am Berliner Platz gemacht. 

Sie schreibt "Als regelmäßige Leserin Ihres Fahrradblogs habe ich heute Morgen auch einmal ein Foto machen müssen (Seidenstraße Richtung Berliner Platz). Ich war zwar fußläufig unterwegs, habe aber trotzdem den Kopf schütteln müssen." Vielen Dank, Caren.

Was Radfahrende hier nicht dürfen, ist nebendran den gestreuten Gehweg benutzen.
Aber sie dürfen, wenn der obligatorische Radweg nicht befahrbar ist, so wie hier, auf der Fahrbahn radeln. Übrigens sollen in diesem Winter mehr Radwege - bestimmte Hauptrouten - geräumt und gestreut werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Dieser Abschnitt gehört nicht dazu. Fürs Räumen ist der Gebäudebesitzer zuständig. Der hat hat sicher einen Räumdienst bestellt. Aber dass man den Radweg so konsequent ausspart, hat schon etwas Kurioses.

2. Januar 2017

200 Jahre Fahrrad

Das feiern wir dieses Jahr. Und Baden-Württemberg hat ganz besonderen Grund dazu, denn nicht nur das Auto, sondern auch das Fahrrad wurde hier erfunden. Wobei das Auto vom Fahrrad abstammt.

Am 12. Juni 1817 fuhr Karl Drais erstmals auf einer Laufmaschine, die wir heute Draisine nennen und als Kleinkinderräder kennen, durch Mannheim. Dieses Fahrrad hatte keine Kurbel, man schob es mit den Füßen an.

31. Dezember 2016

Der Kessel ist voll

Das Fahrrad macht ihn wieder leerer. Fahrräder nehmen sehr viel weniger Platz im öffentlichen Raum weg als Autos. 

Unsere Städte, auch Stuttgart, leiden darunter, dass immer mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen und ihr Auto behalten. Die stehen dann an den Straßenrändern oder rammeln in den Kessel.

Wenn ich auf meinen Autokomputer schaue, sehe ich, dass ich durch Stuttgart selten schneller fahre als mit einem Durchschnitt von 18 bis 30 km/h. Natürlich kann ich einzelne Strecken mit 50 km/h fahren, dafür stehe ich aber auch lange herum. Räder sind in der Regel mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h unterwegs (über Land deutlich schneller), die Stehzeiten an Ampeln mit eingerechnet.

29. Dezember 2016

Fußgängerampel gilt nicht mehr für Radfahrer

Meistens wird es uns nicht auffallen. Viele Fußgängerampeln haben auch in Stuttgart bereits ein Fahrradzeichen in der Streuscheibe.

Aber seit ein paar Wochen gilt: Liegt ein Radweg parallel zum Gehweg und gibt es an der Querstraße einen Fußgängerüberweg und leuchtet da auf der Ampel kein Fahrrädchen, dann muss man sich nach den Autoampeln richten. Das heißt: Stehen, wenn der Fußgänger Grün hat, fahren, wenn die Autos grün kriegen. Wie gesagt, viele Stellen dürfte es nicht mehr geben, wo wir in Konflikte geraten, die wir dann nach unserem eigenen Gefühl für Gefahren und Sicherheit lösen.